Über

RICERCANDO …

ACHTUNG: Dieser Blog könnte als “aufklärerisch, schulmeisterlich, propagandistisch” empfunden werden, von Leuten, deren Gefühl, Seele und Geist andere Auffassungen (derzeit) nicht zulassen oder ermöglichen, und die z.B. “Selbst Denken” als Parole so lange skandieren, bis klar wird, dass wirklich gründliches Denken doch recht anstrengend – für die meisten `zu anstrengend´- ist … wer dann “dennoch” auf Denken besteht, wird mit weiteren einfachen Parolen in´s Abseits gestellt.

Als Werte-Radikaler ist es mein Wunsch und meine Absicht, Wärme zu verbreiten, Feuer, nicht Kälte; Nachdenklichkeit, nicht Selbstgewissheit … Es ist doch “GANZ EINFACH”, oder ? –
Es muß der Mensch nicht “gut” werden, sondern GANZ !
Ergo: sollte der Mensch nicht versuchen, “links” oder “rechts” zu sein, sondern GANZ !

Die Suche nach “SINN”, nach ZUSAMMENHÄNGEN, nach ZIELEN: kaum etwas wird in einer Welt der Beliebigkeit stärker diffamiert.
Der GLAUBE daran, und überhaupt, ist allerdings etwas vollkommen anderes als ein fatalistisches “Gott wird´s schon richten” :

Es schliesst die Aufforderung an sich selbst ein, das Mögliche zu tun, und gleichzeitig das Annehmen der “Kränkung”, die entsteht, wenn aufgedeckt wird, welche Erwartungen etwa dahinter stehen, wenn wir uns für “erfolgreich”, “kritisch”, “selbstbewusst” halten…

Glaube ist der selbst erfahrene und aufrecht erhaltene Anspruch, den im Handeln benötigten Sinn im Ganzen des Daseins festzuhalten:
das Zusammenfallen der “Notwendigkeit” und des Ganzen der Welt erscheint als Wunder – ist aber “nur” eine Offenbarung der Ganzheit, die von vermeintlich in lebensweltlichen “Überzeugungen” handelnden Menschen, die sich als “abgetrennt” vom Ganzen wahrnehmen (wollen), zu bestreiten versucht wird, weil sie ihre “Kränkung” nicht ertragen wollen.

Glaube ist also eine CHARAKTER-Frage: “Welche Philosophie ein Mensch wählt, hängt davon ab, was für ein Mensch er ist.” (Johann Gottlieb Fichte)

Eine Religion, die von dieser Erfahrung ausgeht, hat z.B. keinerlei wissenschaftliche Einsicht zu fürchten, sondern wird sie vielmehr suchen; so wie eine Wissenschaft, die ihre eigene, oft nur vor sich her getragene, aber selten Ernst genommene Berufs-Skepsis furchtlos, wahrhaft und konsequent durchzieht, keine Schranken gegenüber dem Glauben, dem “Absoluten”, den möglichen Grenzen von Erkenntnis, zu setzen braucht.

In dieser Einsicht ist die Vernunft der Religion auch die Vernunft der Wissenschaft: unsere eigene schwache Vernunft kann auf ihren Grund in der Vernunft der Welt vertrauen, denn “Gott” ist ein Wesen, das unserer menschlichen Vernunft unsagbar überlegen ist, aber sie in sich einschließt, und uns verständig begegnet.