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“Leitkultur” ÜBERALL

Montag, 1. Mai 2017

(http://www.tagesspiegel.de/politik/integration-in-deutschland-harsche-kritik-an-de-maizieres-thesen-zur-leitkultur/19738030.html)

Der “Innenminister” stammelt etwas – die “Kritik” daran ist zwar berechtigt, aber ebenso bezeichnend für den Niveau-Null-Stand der “politischen Kultur” wie billig, von sämtlichen “Seiten”.

De Maizière versucht eine “Leitkultur” zu konstruieren, wie es sie ja z.B. auch bei “Linken” oder “Liberalen” – wie es angeblich z.B. “Lindner” sein soll – gibt: “Jeder nach seiner Façon” (was dann ja z.B. beinhaltete: “Wenn jemand gern ´ne deutsche Leitkultur haben oder Nazi sein möchte, soll er doch.”).
Oder bei so genannten “Linken”, die sich mit allem was ihrer Ansicht nach als “unterdrückt” konstruiert werden kann, “solidarisieren” und jeden sofort als “Nazi” und “Reaktionär” oder “Rassist” aburteilen, der solchen faschistoid vorgegebenen Befehlen nicht folgt, und die dann auch eine ausgemachte Herrenmenschen- “Kultur” wie die “islamische” – die sich derzeit beleidigt gibt, dass sie nicht mehr diese erste Herrenmenschen- Geige spielt (und “Linke” übernehmen dieses Beleidigt-Sein und verteidigen **politische Unterdrückungs**-Islam-Leitkultur-Symbole wie das “Kopftuch”) – mit blutigster Sklaven- Vergangenheit und -Gegenwart gegen die angebliche “Unterdrückung” durch “den Westen” in “Schutz” nehmen, während ausgerechnet Israel als “Apartheids-Staat” diffamiert werden darf.

Das ist also nicht allein ein Mißverständnis und eine Dummheit von de Maizière.
Auch in dem Gestammel von de M. wird nur ein weiteres Mißverständnis von Begriffen wie “demokratisch”, “freiheitlich” usw. offenbar.
Eine irrige Grundhaltung ist generell das Gerede und die Instrumentalisierung von “Mehrheit”/ “Minderheit”, “Randgruppe”, “Leitkultur” usw., das “Etablieren” von “Parteien”, die “Programme” verabschieden und Parolen vergröhlen, womit wieder so genannte “Mehrheiten” konstruiert werden, die behaupten, das angebliche “Mißachten” von (konstruierten) “Mehrheiten” sei “undemokratisch”, usw.

Der erz-demokratische Grundgedanke jedoch ist eben nicht das (Nicht-)Denken in Begriffen wie “Mehrheit”/”Minderheit”, sondern das Bewußtsein davon, dass es “Mehrheiten” und “Minderheiten” per se **gar nicht gibt**, und damit auch nicht per se eine “Leitkultur”.
Die sind immer zufällig und konstruiert.
Von “Leitkultur”, “Mehrheit” usw. reden immer nur die welche aus unterschiedlichsten Gründen eine “Übersichtlichkeit” herstellen, “aufrechterhalten” oder behaupten wollen, die es gar nicht gibt, die aber die “Mehrheit” der einfachen Gemüter überall anspricht, die es gern “übersichtlich” haben möchten.

Es gibt aber **immer nur einzelne** Menschen mit unzähligen Eigenschaften, von denen sehr viele bei jedem Menschen – bei jedem ! – “minoritär”, also “einzigartig” sind …!
Das Gerede von “Mehrheit” und, dass diese angeblich “zu bestimmen” haben soll, öffnet doch schliesslich z.B. auch Tür und Tor für die Haltung des “Mehrheits”-Islam gegenüber “Ungläubigen”.

Das unablässige Konstruieren von “Mehrheiten” und “Minderheiten”, von denen die “dazu gehören” sollen und denen, die “dankbar” zu sein haben sollen, nicht massakriert zu werden, hat endlich aufzuhören !
Dann wird auch das unentspannte hysterische Überhöhen von als “minoritär” Ausgemachten vor Ellen de Generes-Videos aufhören, sowie die selbstgerechten Drohgebärden derer, die sich als zu irgendeiner “Mehrheit” zugehörig aufspielen.

DREI ABHANDLUNGEN zu Zoophilie, Kultur und Gesellschaft (Teil 03) -?? ERKENNTNIS oder MACHTMISSBRAUCH ? – ?zum Deutschen TSchG § 3.1. Punkt 13, vom 13.07. 2013: ?ein Menetekel des vor-demokratischen ?Rollback? ??

Freitag, 21. Februar 2014

(Dr. Lothar Riemenschneider / Berlin, 20.Februar 2014 –
??COPYRIGHT, alle Urheberrechte bei: Lothar Riemenschneider)

DIESE ABHANDLUNG IST ALS pdf VERFÜGBAR !
drei-abhandlungen-zu-zoophilie-kultur-und-gesellschaft-teil-03-erkenntnis-oder-machtmissbrauch

Kopieren, Verbreiten, Zitieren, Ausdrucken nur mit Genehmigung von Lothar Riemenschneider?.
Zuwiderhandlungen werden verfolgt.

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INHALTSVERZEICHNIS:

01. Eine krachende Niederlage für alle Tierrechtler – ein Sieg reaktionärer
Speziesisten und totalitärer Entsinnlichung

02. Widersprüche, Willkür und Missbrauch mit der ?Zoophilie-Debatte? : ?
Der Mensch als Säuge- und Wirbeltier soll ?kein Recht auf Sex? mit sich selbst haben
? oder: Wie soll ?artwidrig? definiert sein ??

03. Bewahrung von Machtverhältnissen statt Erkenntnis und Aufklärung

04. Von der Gesellschaftskritik zum Irrationalismus: ?Soziale Sodomie? statt
?Biophilie?

05. Rückfall in das Mittelalter und Zeichen von Dekadenz des kritischen
Bewusstseins : TSchG §3, Satz 1, Nr.13, vom 13.07. 2013

06. Ein kurzer Exkurs zur Historie der Zoophilie

07. Vorliegende Studien, Untersuchungen und Erkenntnisse zur Zoophilie

08. Absicht, inhaltliches Scheitern und erkennbare Rechtswidrigkeit
des ?Tierschutzgesetzes? §3, Satz 1, Nr.13

09. Unzulänglichkeit und Widersprüchlichkeit der Stellungnahmen
?gegen Zoophilie?

10. Kritik der rechtlichen und wissenschaftlichen Unzulänglichkeit
des TSchG §3, Satz 1, Nr.13, und mögliche Lösungen

11. Literaturverzeichnis

?
— 01. Eine KRACHENDE NIEDERLAGE für alle TIERRECHTLER ?
ein SIEG REAKTIONÄRER SPEZIESISTEN und TOTALITÄRER ENTSINNLICHUNG —

In grotesk und paradox anmutender Weise feiern etliche Veganer, selbst ernannte ?Tierschützer?, ?Tierrechtler? , vorgebliche ?Anti-Speziesisten? usw. das seit Juli 2013 geltende deutsche Tierschutzgesetz, insbesondere § 3 .1.[?Es ist verboten,’], 13. ein Tier für eigene sexuelle Handlungen zu nutzen oder fur sexuelle Handlungen Dritter abzurichten oder zur Verfügung zu stellen und dadurch zu artwidrigem Verhalten zu zwingen.?, allen Ernstes als ?Erfolg?, obwohl es sich um eine krachende Niederlage für ihr vorgebliches Anliegen handelt.?Verwundern kann das von daher nicht, als die Gehirnwäsche volksverhetzender ?Anti-Zoophiler? sich ausgewirkt zu haben scheint, die allen Ernstes das Jagen, Züchten, Quälen, Gefangenhalten, zu ?Tierversuchen? Nutzen, Foltern, Verbrühen, Häuten, Schlachten, Zurschaustellen, Schächten von Tieren als ?Qual? oder ?Misshandlung? und ?Ausbeutung? gleichsetzen mit einer Form der Liebe zu ihnen, die erotisches Empfinden und sexuelle Handlungen einschliessen kann, aber nicht muss.

??Es verwundert jedoch von daher sehr, wenn man sich vor Augen führt, dass diejenigen, welche als ?Tierschützer?, ?Tierrechtler? oder ?Veganer? auf solche Volksverhetzung und Gleichsetzung hereinfallen, dieselben sind, welche permanent von Menschen, die behaupten, ?Fleischfresser? oder ?Allesfresser? zu sein ? ohne dass es irgendwelche biologischen Hinweise auf die Richtigkeit solcher Behauptungen gäbe ? erwarten oder verlangen, sie mögen doch einmal nicht von ihrer ?Meinung? oder ihrem ?Geschmack? und ihrem angeblichen ?Recht auf Fleisch? reden, sondern damit anfangen, logisch, kritisch, genau, gründlich, nachvollziehbar, differenziert zu denken …
… die dies aber ? nicht nur ? hier selbst unterlassen, zu Gunsten ihrer ?Meinung?, ausgeübte Zoophilie sei stets ?Gewalt?, was sie unter gar keinen Umständen überprüfen möchten?
– davon abgesehen, dass eine große Anzahl, wenn nicht die Mehrheit, dieser selbstgerechten ?Tierrechtler? selbst und ohne jeden kritischen Gedanken dazu Nutzer von ?Tierprodukten? oder Besitzer von ?Zuchttieren? sind.??

Nicht nur intellektuell ? sofern die ?Tierrechts?- und ?Veganer?-Szene jemals ernsthaft intellektuell genannt werden konnte ? ist dieses ?Tierschutzgesetz? also eine schallende Niederlage für sie, sondern insbesondere auch gesellschaftspolitisch und sozial ein Zeichen eklatanten Rückschritts, während die ?Tierrechtler? und Veganer dies allen Ernstes als eine Etappe im ?Fortschritt? ansehen wollen, in dem die Problematik der Ausbeutung von Tieren und Natur (von Menschen ist bezeichnender Weise gar nicht erst die Rede) angeblich ?mehr Beachtung? fände und sich ?in Gesetzen niederschlage?.??Die realen Zahlen steigenden oder auf Höchstniveau verbleibenden ?Tierkonsums? sprechen?eine völlig andere Sprache zur kompletten Machtlosigkeit des ?Tierschutzes? oder gar ?Tierrechts? ? und was sich im Gesetz niederschlägt, ist vielmehr eklatanter Rückschritt, und reaktionärer ?Rollback?.
?
Es ist ein ?Erfolg? von ?Tierrechts?-FASCHISTEN. Dass erklärte Faschisten beim ?Zoophile Rights Day? in Berlin dieses Thema zur Selbstdarstellung und Gewaltausübung nutzten, und dass sich als führend aufspielende Veganer/-innen wie ?Marén Lenk? (?Admin? der ?Facebook?-Gruppe ?Berlin-Vegan?) ?Aufrufe? der Faschisten teilten und verbreiteten, als sei überhaupt nicht das Geringste dabei, dürfte genug Beweis für den reaktionären, zutiefst autoritären und anti-emanzipatorischen Charakter weitester Kreise der ?Veganer? und ?Tierrechtler? sein – und das sind also die Menschen, die Zoophilen Dinge unterstellen wollen wie, dass diese eine angebliche ?Gehorsams?-Disposition von Tieren ausnutzten: dies zeigt eigentlich nur, was sie von Tieren halten und wie sehr sie diese unterschätzen oder falsch einschätzen.?

Und denjenigen, welche diese zutiefst autoritäre Gesinnung ? die bekanntlich überall, wo sie sich breitmacht, Gewalt jeder Art unausweichlich hervorruft, verursacht und verantwortet ? von Veganern und ?Tierrechtlern? aufdecken, kritisieren und die dagegen kämpfen, unterstellen sie dann auch noch, diese seien ?Wegbereiter? oder ?Unterstützer? sexualisierter Gewalt.?Dieses perfide, krankhaft selbstgerechte Verhalten ist psychologisch jedem Therapeuten sattsam als ?Projektion? bekannt.??

Sehr gern würde ich diesen ?Tierschützern? ehrenwerte und aufrichtige Motive zubilligen – jedoch haben alle Tierschützer und Tierrechtler mit reputierlichen Ansätzen inzwischen ihren Fehler der pauschalen Verurteilung der Zoophilie, soweit sie dieser einmal anhingen, eingesehen.
Diese Einsicht ist auch jedem anhand der vorliegenden und auch hier referierten Erkenntnisse möglich.
Wer dies verweigert, dem kann ich keinen akzeptablen ?Antrieb zubilligen, sondern bestenfalls unverschuldete, wenn nicht absichtliche Ignoranz. ??

Wer lautere Motive und stichhaltige Argumente hat, der ist im übrigen auch bereit und in der Lage, sich offenen Diskussionen zu stellen.?
Dies verweigern jedoch die ?Anti-Zoophilen? (oder ?Zoophoben?) nicht nur, sondern sie üben auch völlig inakzeptablen bis verbrecherischen Druck auf alle aus, die anderer Ansicht sind und zu anderen Erkenntnissen gekommen sind als sie.?Sie ?blocken?, beschimpfen und verunglimpfen jeden, der ihnen nicht Recht gibt, sie verfolgen ihn und sogar Angehörige und Kinder mit Stalking und Diffamierung, was bereits zu zahlreichen rechtskräftigen Verurteilungen dieser Rufmörder geführt hat.?

Es wäre ganz einfach, solche Menschen in das Abseits zu stellen, wohin sie gehören, wenn auch diejenigen welche mit zumindest dem Anschein von Argumentation (sh. Kapitel 9, Bolliger / GoetschelIn, 2004, u.a.) gegen Zoophile sprachen, diese Anstifter und Wegbereiter kriminellen Rufmords als das benennen und zurückweisen würden, was sie sind. Aber sie hüllen sich in Schweigen angesichts dessen, was sie – als geistige Brandstiftung hoffentlich ungewollt – ausgelöst haben, obwohl es ihre demokratische Pflicht wäre, Zoophile und ihre Unterstützer vor Nachstellung und Verfolgung zu bewahren, die ebenso vom Recht auf freie Meinungsäusserung Gebrauch machen wie sie. Kriminelles Handeln jedoch ist von der Meinungsfreiheit nicht gedeckt.??
So handelt es sich hier um eine Machtausübung verwerflichster Art gegenüber gesellschaftlich Schwächsten, die keine Lobby haben, um auf deren Rücken wenigstens ein kleines ?Erfolgserlebnis? zu haben.
?
Dabei wird genau und gerade mit denen paktiert, die ansonsten am Uneinsichtigsten sind, wenn es um das Erkennen gesellschaftlicher Machtstrukturen geht. Allen hier gegen Zoophile Handelnden kann es nirgends um die Tiere oder die Bekämpfung von Machtmissbrauch gehen ? ganz im Gegenteil, denn sonst würden sie ihren Irrtum einsehen, überwinden und mit Zoophilen zusammen arbeiten.?

Wer so handelt, dem ist nicht die allergeringste Glaubwürdigkeit zuzubilligen dabei, wenn er vorgibt, ?gegen Machtmissbrauch? an Tieren oder Menschen eintreten zu wollen.??
Diese Entwicklung wirkt als eine der neuesten Volten in der Historie der ?modernen? totalitären kafkaesken Massengesellschaften, die – häufig auch noch unter dem Etikett des vorgeblichen ?Individualismus? – unablässig Opfer suchen, finden und formen, welche einem konformistisch geglätteten vollkommen entsinnlichten Ideal des massenhaften Materialismus nicht entsprechen.

Ein Produkt dieser Gesellschaften ist auch die ?Massentierhaltung?, und wer von diesen gesellschaftlichen Zuständen keinen Begriff und kein kritisches Bewusstsein hat, macht sich mit schuldig an diesen Verbrechen, ist einverstanden mit ihnen, insbesondere wenn er zur Unterdrückung ?Schwächerer? mit diesen Mächten paktiert, und er hat von ?Tierrechten? zu schweigen, wo er schon die Menschenrechte in seinem faschistoiden Gehabe mit Füßen tritt.??

Zum Entsetzlichsten und Furchtbarsten für die hier herrschenden vollkommen entwurzelten Spät-, Spies- und Kleinbürger scheint es zu gehören, an ihre tierische Natur und Herkunft erinnert zu werden. Auch deshalb dürfte es so einfach sein, hier beim Suggerieren von ?Ekel?, Abwehr und ?Abscheu? unreflektiert Applaus einzuheimsen, und an die große unausgesprochene Gemeinschaft der entsinnlichten und mechanisierten Un-Menschen im weltweit herrschenden Materialismus zu gemahnen, in dem die Selbst- und Fremdunterdrückung in Fleisch und Blut übergegangen ist und wo jeder verfolgt werden muss, der dem nicht umstandslos Folge leistet.?

So wird das weltweite Joch der faschistoiden Sinnenfeindlichkeit des totalitären ?Rationalismus? bestätigt ausgerechnet von denen, die sich als ?Antispeziesisten?, als angebliche Gegner der alles unter ihr lebenszerstörendes Joch der Entleerung von Geist und Sinn stellenden Menschenherrschaft aufführen, dabei jedoch ? eben geprägt von der Lebensfeindlichkeit des ?Rationalismus? und anti-humanistischen Anthropozentrismus ? genau bei dem Horror vor dem verbleiben – und ihn bekräftigen -, was die ?Ratio? am meisten fürchtet, den Sinnentaumel, den ?Kontrollverlust?.??

— 02. Widersprüche, Willkür und Missbrauch mit der ?Zoophilie-Debatte? : ?Der Mensch als Säuge- und Wirbeltier soll ?kein Recht auf Sex? mit sich selbst haben ? oder: Wie soll ?artwidrig? definiert sein ?? —

?Wie konnte es soweit kommen ???
Dass dies überhaupt verhandelt, erörtert und erstritten werden muss, ist in sich bereits deswegen absurd, als es von vornherein unmöglich ist, so genannte ?Zoophilie? zu bestreiten: wer ausruft ?Kein Recht auf Sex mit Tieren?, der schliesst das Recht auf Sex überhaupt aus, schon auf Selbstbefriedigung, da der Mensch/ ?homo sapiens? nun mal ein Säugetier und Wirbeltier ist …?
Er behauptet und bekräftigt vehement das, was der ?Anti-Speziesismus? gerade bestreiten will und sollte: dass der homo sapiens angeblich ?überlegen? sei insofern als er als einzige Art klare Willensäusserungen auszudrücken im Stande sei; des weiteren wird vollkommen Absurdes behauptet wie, dass Mensch oder das nicht-menschliche Tier ?ihre Würde verlieren? bei sexuellen Begegnungen mit einander.?

Wie können ausgerechnet dieselben, die sonst gegen ?Speziesismus? und für ?Tierrechte? (die z.B. ohne Willensäusserungen gar nicht zu begründen wären) auftreten, so etwas Unsubstantiiertes behaupten ???Die ?Tierrechtler? und ?Anti-Speziesisten? behaupten dies allerdings auch nur bei diesem einen Punkt, der Sexualität …!
Der Verdacht, dass es überhaupt nicht um ?Tierrecht?, sondern gegen die Sexualität bzw. bei ?Tierrechtlern? um damit verbundene ?Moral?-Vorstellungen zu gehen scheint, die sie dem Tier aufdrücken, drängt sich deutlich auf.??

Ebenso drängt sich das Gemahnen an selbst ernannte ?Kinderschützer? auf, die ?Kinder vor Gewalt schützen?, sie aber gleichzeitig nicht vollständig sexuell ?aufklären? wollen, weil ?das noch nichts für Kinder? sei, und die übersehen, dass gerade unaufgeklärte Kinder besonders häufig zu Opfern werden und auch besonders schwer mit dem Geschehenen umgehen können
(Zitat des hier tätigen Vereins ?Dunkelziffer?: ?Einige Untersuchungen stellen zudem einen Zusammenhang zwischen streng religiöser Erziehung und dem Vorkommen sexuellen Missbrauchs fest. Mädchen und Jungen, die aus Familien mit rigiden Sexualnormen stammen, scheinen signifikant häufiger Opfer sexueller Gewalt zu werden als Kinder, die eine emanzipatorische Sexualerziehung erhielten.?/ http://www.dunkelziffer.de/information/wasistsexmissbrauch/faq.html#beginn)

Hier nun, und nur hier, sollen bei dem ?Zoophilie? Genannten ?Zweifel an der Einvernehmlichkeit? bestehen bzw. solange nicht ?der letzte Zweifel ausgeräumt? sei an einer Einvernehmlichkeit, solle es untersagt sein und als ?nicht artgerecht? gelten.??Schon dass aber etwa der Begriff ?(nicht)artgerecht? einer ist, zu dem es nirgends eine etablierte als ?objektiv? geltende oder gelten könnende Definition gibt, und er daher in einem Gesetzes(!!)text absolut nichts zu suchen hat, zeigt die ganze Unhaltbarkeit dieser Verordnung auf.?

Gerade domestizierte Tiere haben ihr Verhaltensspektrum über unzählige Generationen an den Menschen angepasst, der Begriff ?artgerecht? kann also nur entwicklungsgeschichtlich und ?spezifisch betrachtet werden: viele Verhaltensweisen dieser Tiere sind generell vom Menschen erlernt, und in dem hier willkürlich streng genommenen Sinne wohl kaum als ?arttypisch? zu bezeichnen, dennoch gehört dieses Verhalten zu diesen Tieren und begründet für sie Wohlbefinden.?

Besonders mit Emotionen und Affekten verknüpfte Merkmale (‘Vertrauen’, ‘Zuneigung’) oder die Bereitschaft der Übernahme von Aufgaben für den Menschen treten beim domestizierten Tier ? auch wenn es naturnah, mit ?Auslauf? und weitgehend in ?Freiheit? leben kann ? hinzu, während etwa die Notwendigkeit der Futtersuche oder auch der Drang zur Fortpflanzung gegenüber ?frei? oder ?wild? lebenden Tieren zurücktreten.

Von daher ist es verfehlt, an die menschliche Umgebung angepasstes Verhalten eines Tieres pauschal als ?artwidrig? zu bezeichnen, und so kann menschliches Verhalten gegenüber einem Tier wie auch ein Verhalten eines Tieres gegenüber Menschen, auch wenn es wahrscheinlich bei der Ursprungsspezies nicht vorhanden war oder gewesen sein sollte, nicht pauschal als ?artwidrig? bezeichnet werden.?An sonstigen Punkten bestreiten ja diese ?Tierrechtler? auch nicht diese Anpassung, die ja auch vom Tier ausgeht ? sondern nur bei der Sexualität … diese ?Tierrechtler? also haben offensichtlich ein nicht reflektiertes Problem beim Punkt Sexualität …?

Gerade ?Anti-Zoophile?, selbst ernannte ?Tierschützer? oder ein erheblicher Teil der Veganer, die sich zu den Feinden der ?Zoophilen? rechnen, sind es also doch, die vorgeben für den ?Anti-Speziesismus? einzutreten, also gegen eine Abspaltung des Menschen von den nicht-menschlichen Tieren, die sie gerade hier aber wieder vollziehen: eine der zahlreichen Absurditäten der ?Anti-Zoophilen?-Bewegung.??

Da sie bereits im Kern ihrer Darlegungen und Forderungen keinerlei Klarheit herzustellen in der Lage, und diese voller Widersprüche und Abstrusitäten sind, liegt es nahe, dass sie in Wirklichkeit ganz andere Absichten verfolgen und die ?(Anti-)Zoophilie? nur als Vehikel dafür missbrauchen, und/oder dies unzulässig mit berechtigten Forderungen wie ?Tierschutz? oder veganer Ernährung vermengen.?
Da sie, was den ?Tierschutz? oder die vegane Ernährung anbetrifft, gegen die hier mächtigen Verbände, weltweit agierenden Unternehmen und Staaten nicht ankommen, vermögen sie hier auf billige und Menschen verachtende Weise zu ?Erfolgen? zu kommen ? und ?die Politik? missbraucht Zoophile gern als Bauernopfer, um zu suggerieren, sie täte etwas ?für den Tierschutz?.?

Das Ergebnis all dieser Verlogenheiten und Abstrusitäten wird dann auch noch als ?Demokratischer Prozess? verkauft, wo es eine schallende Niederlage für die Demokratie ist – welche nur die Vermeidung jeder ohne Rechtsgrund, und ungerechtfertigt erfolgenden, Benachteiligung, und jeder Diskrimnierung, als eherne Grundlage haben kann -, und es eine vernichtende ? sich selbst beigebrachte ? Niederlage für den ?Tierschutz?/?Anti-Speziesismus? ist, und ein Sieg ausschliesslich für reaktionäre gesellschaftliche Kräfte. ??Es kann daher nur so aufgefasst werden, als dass ?Tierschützer? politisch reaktionär denken ? und/oder solche menschenrechtswidrigen Verbote für ?Fortschritt? halten wollen ? und wissentlich oder unabsichtlich reaktionäre Kräfte unterstützen.???

—- 03. Bewahrung von Machtverhältnissen statt Erkenntnis und Aufklärung —

Der Umgang mit Zoophilie ? Sexualität allgemein ? war natürlich stets geprägt von den jeweils bestehenden Gesellschaften.?
Zur heutigen Gesellschaft lässt sich hier u.a. feststellen, dass es womöglich kaum je eine Gesellschaft gab, die so viel (auch über das ?Zoophilie? Genannte) ?wusste? ? deren Handeln jedoch eine riesige Kluft zu und gegenüber dem aufweist, was sie ?weiss?.??Das ?Wissen? ist nicht integriert, nicht integraler Bestandteil dieser Gesellschaft: der Erwerb und die Entwicklung und Bewahrung von ?Wissen? müssen ?bezahlt? werden, müssen sich ?rechnen?, müssen ?erkauft? werden: von denen, welche die Macht haben, das Wissen zu verschleiern, zu beugen, zu benutzen.

?Wissen? muss man sich ?leisten? können. Wer es sich nicht ?leisten? kann, sein ?Wissen? durchzusetzen, dessen Wissen kann noch so groß, gut und richtig sein, er hat kaum eine Chance.

Die Ideologie, ?das Beste? setze sich durch und bestehe auf dem ?Markt?, hilft bei der Verschleierung dessen, dass sich natürlich i.d.R. nur das durchsetzt, was ?Profit? bringt entsprechend den Maßgaben derer, die Geld haben und allein danach Entscheidungen treffen und beeinflussen ? und der ?mündige Konsument? äfft dies nach, indem er ebenfalls nicht über Inhalte von ?Produktion?, deren vom Inhalt zu bestimmende Vor-, Nachteile, Voraussetzungen oder Konsequenzen reflektiert (zumal er ja auch ?Lohnempfänger? der Geld- und Produktionsmittel Besitzenden ist), sondern ausruft, dass er ?sich nichts vorschreiben? lasse und nur seinem ?Geschmack? zu folgen bereit sei: eben dem oben schon erwähnten Pseudo-?Individualismus?, der wirkliches eigenes kritisches Denken gerade verhindert.

??Es gibt sehr wahrscheinlich ? nach allem was bekannt ist ? auch keine Gesellschaft jemals, die so viel über das ?Zoophilie? Genannte weiss wie die heutige – siehe weiter unten.?Schon seit Kinsey (1948), dann bei den großen ?liberalen Aufklärungs?-Schriften der ?sexuellen Revolution? (Masters/Johnson u.a.), aber ganz gewiss in den letzten 20 Jahren gibt es eine unablässige Reihe von Literatur, Schriften, Forschungen, Studien, die das Wissen über das ?Zoophilie? Genannte erweitert und bekräftigt.
??Jede dieser Studien erhärtet ausnahmslos den ?Verdacht?, dass Zoophilie grundsätzlich nicht ?pathologisch?, sondern eine ?echte sexuelle Orientierung? ist, wie z.B. Homo- oder Heterosexualität.??

Die Vielzahl dieser Literatur lässt es geradezu erschreckend, atemberaubend, unfassbar erscheinen, dass angesichts dessen zum Beispiel in Deutschland nach fast 45 Jahren grundsätzlicher Straffreiheit von Zoophilie dieses Bewusstsein nicht in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und sich dort nicht stabilisiert hat, wie es aufgrund der Erkenntnisse völlig unabweisbar sein sollte.??

Die Triebfeder und Ursache hierfür scheint u.a. im Grundzustand und der Herkunft der ?Veganismus?- und ?Tierrechts?-Bewegung zu suchen zu sein, die vom Ansatz her alles andere als fortschrittlich und humanistisch zu nennen ist, sondern seit jeher starke reaktionäre, wissenschafts- und fortschritts-feindliche Anteile und eine deutliche Distanz zu sozialkritischen, liberalen oder ?linken? Ansätzen hat.?

Die Gegebenheit, dass der ?Veganismus? sich scheinbar vorwiegend in großstädtischen, studentischen und ?linken? , ?emanzipatorischen? Milieus festzusetzen und zu entwickeln schien, täuschte über diesen reaktionär angehauchten Grundzustand nur hinweg.?

Das Erstarken dieser scheinbar ?linken? und scheinbar ?gesellschaftskritischen? Bewegung ? verkörpert z.B. von anarchoid auftretenden Aktionisten ? übte einen Druck auf das ?Establishment? und die bestehende höchst-subventionierte Agrar-Produktion mit einem horrenden Anteil von ?Nutztierwirtschaft? aus: von der Politik wohlfeil und nichts sagend als “erstarktes gesellschaftliches Bewusstsein gegenüber dem Tier und seiner Achtung? in Worthülsen verpackt.

Ein Druck, dem man irgendwie ?entgegen kommen? wollte von Seiten der Politik ? natürlich ohne die Groß-Agrar- industriellen und mächtigen Bauernverbände irgendwie zu beeinträchtigen.?Nicht nur diese aber waren unter Druck geraten, auch z.B. ?Züchter? von ?Haustieren?, deren vollkommene Skrupellosigkeit sie dann auch gegen ihre menschlichen Kritiker einsetzten: die Unterstellung der ?Zoophilie? wurde hier gegen Kritiker besonders gern eingesetzt, um sie mundtot zu machen.?

Aufschlussreich könnte hier etwa der ?petwatch?-blog von Christoph Jung sein. Er schreibt beispielsweise im August 2012:
?”Seit nunmehr 2 Jahren massiv verstärkt, wurde daher mit illegalen Mitteln versucht, unliebsame Kritik los zu werden.
Verleumdungen auf unterstem Niveau, Beleidigungen auf nicht höherem, und insbesondere Bedrohungen an Leib und Leben nicht nur gegen meine Person, vielmehr auch gegen meine Familie und selbst meine Hunde, sind seither gang und gäbe.

Die als “Tierschutz”organisationen agierenden Hundehändlerbanden mit besten Verbindun-gen in Wirtschaft und Medien, massieren ihre feigen Bedrohungen insbesondere dann, wenn bekannt ist, dass ich auf einem Kongress spreche oder anderweitig von zuhause abwesend bin.?
http://petwatch.blogspot.de/2012_08_01_archive.html

?Genau solche Leute braucht und beherbergt die reaktionäre Szene jeglicher Couleur, und werden von einem Großteil depravierter Gestalten der Unterschichten-?Tierrechts?-Szene angebetet wie sonst nur ein Strohhalm von Ertrinkenden.??
Die Politiker ergriffen diesen Strohhalm, verabschiedeten ein Gesetz, das von diffusen ungeklärten und willkürlichen Wortfetzen wie ?artgerechte Haltung? nur so strotzt und ihre vollkommene Ahnungslosigkeit belegt, um so zu tun als täten sie ?etwas für die Tiere? ? damit das Morden in den Schlachthäusern ungestört weiter gehen kann.?? Alle unabweisbare Erkenntnis der letzten Jahrzehnte zur Zoophilie wurde so mit einem Federstrich in den Abfall gekippt ? um politisch ?Ruhe? zu haben, bis die ?Tierrechtler? oder andere Volksverhetzer wieder anklopfen, um ihre nächsten Opfer unterdrücken zu lassen.??

Das ist symptomatisch für den Zustand einer Gesellschaft, die ?alles weiss?, sich aber den Machtverhältnissen der materialistisch Herrschenden beugt, wofür sie immer genug Speichellecker und Blockwarte findet, nicht nur in Deutschland.??Wann war das jemals anders, kann man hieran anschliessend natürlich fragen – Machtmissbrauch und Despotismus hat es immer gegeben, ja, nur behauptet ja unsere Gesellschaft, sie sei ?aufgeklärt? …???

— 04. Von der Gesellschaftskritik zum Irrationalismus: ?Soziale Sodomie? statt ?Biophilie? —

Man hielt also diese “neue Tierschutz”-Bewegung deshalb und wegen ihrer Kritik am Tierzüchten, Tierhandel oder der “Nutztier”-“Haltung” generell für “gesellschaftskritisch”, vielleicht war sie es auch einmal, und in Teilen ist sie es auch ? aber wohl nicht umfangreicher als in der übrigen Gesellschaft auch. Ihr kritisches Potential wurde wohl überschätzt.?
Da diese Kritik immer mehr zunahm, ?populärer? wurde, in der “Mitte der Gesellschaft” ankam, und die “Achtsamkeit gegenüber Tieren” zu einem Hobby der Kochbücher schreibenden “Mitte” wurde, verbreiteten sich deren Auffassungen innerhalb dieser “Bewegung”.
Der ehemals gesellschaftskritische Ansatz wurde vom angepassten “Mainstream” vereinnahmt und von “bürgerlichen Tugenden”, zu denen seit jeher Prüderie oder eine anpasslerische Haltung gegenüber den Herrschenden zählte.

Alles “Extreme”, “Ungewöhnliche”, “Außenständige” wurde zu Gunsten mit Lächeln vorgetragener Werbe-Botschaften des “vebu” und ähnlicher Schleimspuren ausgegrenzt.
Zoophilie wurde zunehmend, ohne gründliche Befassung mit dem Thema und aus reinen “Geschmacks”-“Gründen” ungeachtet aller dabei auftretenden Selbstwidersprüche (etwa gegenüber dem “Speziesismus”, der ? wie ausgeführt – mit der Ausgrenzung der Zoophilie gerade massiv bestätigt wird) mit “Tierquälerei” und “Ausbeutung” gleichgesetzt.

Denn eine Verteidigung oder sachliche Befassung mit der Zoophilie hätte ja die lächelnden Werbe-Botschafter “diskreditieren” können, ähnlich wie “Die Grünen” durch das verleumdet werden konnten, was einige von ihnen mal vor 30 Jahren zur Pädosexualität “gemeint” hatten, obwohl sie sich schon seit mdst. 25 Jahren davon distanziert hatten, denn Sexuelle Denunziation ist überall in vorderster Reihe zu finden, wo es gegen kritisches Bewusstsein geht. ?

In dieser verbürgerlichten und verharmlosten Einstellung gegenüber den Tieren wird eine Art ?Bambi-Auffassung? vom Tier deutlich: ?es wird für ?schützenswert?, ?unschuldig?, ?lieb?, ?harmlos? erklärt, es wird all das in Tiere hinein interpretiert, was der ?böse? Mensch angeblich so vermissen lässt: Treue, sozial verträgliches Verhalten, Dankbarkeit ? nur wilde, egoistische, ungezähmte Sexualität passt nicht in dieses Bild, wird ausgeblendet???

Diese irrationale Haltung erinnert an die, welche hinter dem ersten ?Tierschutzgesetz? in Deutschland stand, vom 24. November 1933: < Auf geradezu irrationale Weise stand die Tierliebe einerseits einer rassistischen Menschenverachtung gegenüber. > (Zitat aus: ?Rheinische Post Online?: ?Vor 70 Jahren: Das erste Tierschutzgesetz in Deutschland?, 21.11. 2003).?
Dieses Zitat passt haargenau auf die aktuelle ?Tierschutz?-Faschismus-Bewegung.??

Albert Schweitzer nannte diese Haltung der Idealisierung von Tieren ?Soziale Sodomie? (!)/1965.?

Dem stellte er die Wertschätzung und das Konzept der ?Biophilie? entgegen: diese beinhaltet die Anerkennung von allem, was in Tieren und Menschen vor sich gehen kann und zu ihnen gehört: das ?Böse? wie das ?Gute?, ?Hass? wie ?Liebe?, ?Ungezähmtheit? wie ?Rücksichtnahme?, Zerstörungsdrang wie Bewahrendes, egozentrische Lust und ?Triebhaftigkeit? wie Zärtlichkeit und Aufopferung, usw.?

Dass eine solche breite, offene und grundsätzlich zunächst wertungsfreie Wahrnehmung nicht mehr möglich ist zu Gunsten von Denk- und anderen Verboten, verweist auf das gesellschaftliche “Roll-Back”, das zeitlich mit dem Erstarken des “Veganismus” zusammenfiel, und z.B. keine sachliche Differenzierungen wie etwa zwischen Pädosexualität und Zoophilie mehr zuließ.

Die Politiker schwadronierten weiter vom”erstarkten gesellschaftlichen Bewusstsein gegenüber dem Tier und seiner Achtung”: gäbe es diese wirklich, müsste aber gerade Zoophilie vollkommen straffrei sein.

Die Politiker verschweigen, dass ein “erstarktes gesellschaftliches Bewusstsein gegenüber dem Tier und seiner Achtung” vielmehr ein vollständiges Abbauen jeglicher Subventionen der “Nutztier”-Wirtschaft, Verbot von “Schlachthöfen”, Tierversuchen, Schächtung u.ä. unausweichlich machen würde.
Hierauf jedoch beruht ein erheblicher Teil des “BIP” und der “Exportüberschüsse”, und diejenigen welche für die “Nutztier”-Industrie stehen, sind “zu mächtig”.

Oder Politiker sind zu feige, zu erbärmlich, zu verlogen.

All dies führte jedenfalls dazu, dass Zoophile als Bauernopfer MISSBRAUCHT werden, um zu suggerieren, es werde auch nur irgendetwas für den “Tierschutz” und die “Achtung” vor den Mitgeschöpfen getan.

In einem solchen Klima haben feige, erbärmliche, verlogene, gemeingefährliche Volksverhetzer eben gute Karten, und erneut müssen Polizei und Justiz sich mit Problemen herumschlagen, die von der Politik verursacht und nicht gelöst werden.???

— 05. Rückfall in das Mittelalter und Zeichen von Dekadenz des kritischen Bewusstseins : TSchG §3, Satz 1, Nr.13, vom 13.07. 2013?? —

Zum Wissen über das, was ?Zoophilie? genannt wird, gehört auch , dass erotische Begegnungen zwischen homo sapiens und anderen, nicht-menschlichen Tieren selbstverständlich (wie übrigens auch so genannte ?Päderastie?) zur Kulturgeschichte des Menschen gehören.
?Jeder Gut-, Klein-, Groß- oder Bildungsbürger kann dies in seinen Kulturtempeln, Museen, Bibliotheken betrachten und erkennen.??Nicht ?Zoophilie?, sondern der Horror davor also ist ein Zeichen von ?Dekadenz?…??Gesetze, welche die ?Bestialität? bestraften, sind dabei – schon im germanischen Herrschaftsbereich – ausnahmslos unter so genanntem ?christlichem? Einfluss entstanden, dagegen sah kein einziges ?nicht-christliches? Gesetz eine Strafdrohung für ?Sodomie? vor.?

Dass jedoch ?Sodomie? gar keinen direkten biblisch-?christlichen? Ursprung hat, sondern nur einen in der weltlich herrschenden ?Amtskirche?, die ihre Herrschaft mit Verboten zu untermauern trachtete und dies ?christlich? nannte, also das Christentum und den Begriff ?christlich? missbrauchte, wurde schon hier ( http://riemenschneider-berlin.com/cgi-bin/weblog_basic/index.php?p=13 ) aufgewiesen.

Die nur sehr allmähliche Entwicklung der Strafbarkeit der Bestialität und anderer Formen der Sexualität im ?christlichen? Raum bis zum ausklingenden Mittelalter wird dort ansatzweise beschrieben.??Vor und nach der Entstehung der ?Carolina? (1532/ Constitutio Criminalis Carolina, gilt als erstes allgemeines deutsches Strafgesetzbuch) dehnte sich der ?Sodomie?-Begriff immer weiter aus und umfasste schließlich neben Homosexualität und Bestialität u.a. auch Selbstbefriedigung, Analverkehr zwischen Mann und Frau, Verkehr zwischen Christen und ?Heiden? oder Juden, mit dem ?Teufel?, Toten, Holz- und Steinfiguren, unberührten Jungfrauen und Hermaphroditen.

Auch in dieser ?Tradition? – der Inquisition -, neben derjenigen des deutschen Faschismus (siehe im Folgenden), also befinden sich die ?Anti-Zoophilen? ???

Im Zeitalter der ?Aufklärung? galten dann aber Handlungen, die kein ?Rechtsgut? eines anderen verletzen, als nicht strafwürdig. Dennoch kam es nicht zu einer Abschaffung der ?Sodomie?-Tatbestände, vielmehr wurden sie nun mit dem ?vernunftwidrigen Gebrauch? der Zeugungsorgane begründet. Verändert wurde also nur die ?Begründung? für die Strafbarkeit der ?Sodomie?, an der Idee von der ?Verworfenheit? änderte sich nichts.

Erstmals während der ?christlichen? Zeitrechnung wurde in Europa 1791 in Frankreich die Strafbarkeit abgeschafft, in Deutschland (Bayern) 1813.??
Ein striktes gesamtdeutsches Verbot der ?Sodomie? erfolgte erst am 24. November 1933 mit dem ersten deutschen ?Tierschutzgesetz?.

Das bedeutet, dass mit dem neuerlichen Verbot seit 2013 in Deutschland ein Rechts(d.h. Unrechts-)-Zustand wiederhergestellt ist, der in der Geschichte der letzten 200 Jahre beispiellos ist mit Ausnahme der Zeit der totalitären Unrechts-Herrschaft der NSDAP.??

Erst 1968 (im ?Unrechtsstaat? DDR jedoch bereits 1949 mit der Neufassung des § 175) wurde die allein rechtsstaatlich zu nennende Ansicht, dass das Gesetz nur solche Handlungen unter Strafe stellen darf, die schwerwiegende Gefahren für das Allgemeinwohl mit sich bringen und sich nicht mit gelinderen Mitteln unterbinden lassen, umgesetzt.
Der 47. Deutsche Juristentag stimmte 1968 über den Tatbestand der “Unzucht mit Tieren” ab und empfahl dessen sofortige Streichung, welchem der ?Sonderausschuss des Bundestages für die Strafrechtsreform? einstimmig folgte.

Der Straftatbestand der ?Sodomie? (§ 175 b StGB) wurde in der Bundesrepublik Deutschland am 25. 6. 1969 durch das Erste Gesetz zur Reform des Strafrechts aufgehoben.??Was wir hier also erleben ? und was für jeden denkenden, kritischen und demokratischen Menschen niemals hinnehmbar sein kann ?, ist nichts weniger als ein Rückfall in das Mittelalter und in vordemokratische Zeiten?
?Es kann durchaus gesagt werden, dass die Gesetzeslage den Erkenntnissen um Jahrhunderte hinterher hinkt????

— 06. Ein kurzer Exkurs zur Historie der Zoophilie?? —

In Mythologie oder Kunst finden wir, etwa in Erzählungen von ?mythologischen Zwittern?, Hinweise darauf, wie die Libido des Menschen grundsätzlich als grenzenlos, die ?natürlichen Grenzen? überschreitend, dargestellt wird.?Belege für sakralen Verkehr zwischen Mensch und Tier finden sich insbesondere etwa im ägyptischen Widder- und Stierkult, im griechisch-römischen Schlangenkult oder im indischen Rosskult, wobei es es sich nicht immer um ?Sodomie? im engeren Sinn handelt.
?
Aus der klassischen Antike sind vielfältige, explizite Berichte bekannt, bei denen es sich eindeutig um sexuellen Umgang mit Tieren handelt. So wurden in Griechenland verschiedene Gottheiten deshalb verehrt, weil sie mit Gottheiten symbolisierenden Tieren (gelegentlich gewaltsamen) Geschlechtsverkehr praktizierten. Auch in der griechischen Mythologie spielen Mensch-Tier-Kontakte eine Rolle (Europa, Leda,Minotaurus).?

An der Vielzahl der Beispiele fällt auf, dass vor allem sexuelle Akte zwischen Frauen und Tieren thematisiert werden, während uns ja z.B. Kinsey (der von der Sexualforschung häufig nicht recht ernstgenommen wurde) weismachen wollte, dass die Mehrzahl der Personen, die Sodomie praktiziere, männlich sei und auf dem Land lebe, ein Ergebnis, das von neueren Forschungen nicht bestätigt wird. ??Straftatbestände? zur Sodomie heute werden häufiger bei Männern befunden.??

Vereinzelte biblische Abgrenzung gegenüber der Sodomie stellte im Vorderen Orient ein absolutes Novum dar, was ? u.a. bei Dominik Lang (?Sodomie und Strafrecht – Geschichte der Strafbarkeit des Geschlechtsverkehrs mit Tieren?, Frankfurt am Main, 2009) – als Teil eines ?Abgrenzungsprozesses? gegenüber anderen Kulturen gesehen wird, der der Stiftung kollektiver Identität innerhalb des Volkes Israel diente.?Im antiken Griechenland waren sowohl der Geschlechtsverkehr mit Tieren als auch mit Menschen des gleichen Geschlechts straffrei, beim Römischen Recht bleibt es unklar, ob ?Sodomie? strafbar war.

Das germanische Recht strafte in der Regel ?weibliches?, passives Verhalten bei Männern; da der ?Sodomit? jedoch ? wie auch der aktive Homosexuelle ? die so genannte ?männliche?, aktive Rolle einnahm, wird eine Strafbarkeit der ?Sodomie? bei den Germanen nach allem Vorliegenden als unwahrscheinlich angenommen. ??
Nach Dominik Lang stellt die Reglementierung der Sexualität, wozu auch das Verbot der ?Sodomie? zählt, ein ideales Mittel der physischen Unterwerfung (der Gläubigen) dar, da es sich beim Geschlechtstrieb um das stärkste körperliche Bedürfnis eines Menschen handelt, das bei Unterbindung der Befriedigung nicht automatisch zum Zusammenbruch des Körpers, wohl aber häufig früher oder später zu einer Übertretung des Verbots führt.

?Da diese regelmäßig mit starken Schuldgefühlen einhergeht, ist der ?Sünder? eher bereit, sich in der Hoffnung auf Vergebung der kirchlichen Führung zu unterwerfen.???

— 07. Vorliegende Studien, Untersuchungen und Erkenntnisse zur Zoophilie?? —

Der Begriff ?Zoophilie? wurde wahrscheinlich erstmals 1886 von dem Wiener Psychiater Richard Freiherr von Krafft-Ebing in seinem Werk ?Psychopathia sexualis? verwendet.??

In den Jahrzehnten der Straffreiheit der ?Sodomie?, wie auch schon kurz davor, hatte – wie oben schon angesprochen – das Wissen um die und die Erforschung der ?Zoophilie? immer weiter zugenommen.?Bezeichnend ist hier im Vergleich zum ehemaligen Sinnenreichtum der erotischen Begegnung von Mensch und nicht-menschlichem Tier häufig die klinische Akribie und Kälte, mit der das Sujet untersucht wird, um dessen ?Legitimität? zu bestätigen.??

Solche farbenreichen und selbstbewussten, wenn inhaltlich auch teilweise fragwürdigen Bücher wie von Josef Massen (1994) ?Zoophilie. Die sexuelle Liebe zu Tieren? sind bedauerlicher Weise derzeit nicht in Sicht.??
Woran es liegt, dass ungeachtet des Kenntnisstandes zur Zoophilie, der wohl kaum jemals so hoch war wie heute, solche Gesetze erscheinen konnten, die weitab fallen von der gegebenen geistigen Höhe bestehender Erkenntnis, wurde weiter oben schon beschrieben (Machtverhältnisse, Pseudo-?Tierschutz?-Bewegung).?

Weitere Gründe dürften aber auch in den oft in doppelter Hinsicht schwer zugänglichen Arbeiten zu dieser Thematik liegen.?Massens Buch ist seit Jahren vergriffen, ähnlich Midas Dekkers (1994): ?Geliebtes Tier: Die Geschichte einer innigen Beziehung?. Dieses vorwiegend kulturhistorische Werk wurde in den Niederlanden vor 20 Jahren von Kritikern zum ?Sachbuch des Jahres? gewählt ?!

Bedeutende Untersuchungen wie von Hani Miletski (1999) und Andrea Beetz (2002) liegen leider nur in englischer Sprache vor, und sind zwar ausserordentlich aufschlussreiche, aber schwierig zu lesende wissenschaftliche Arbeiten; Gleiches gilt etwa für Marion Nasswetters ?Klinisch-psychologische Studie über Zoophilie? (Wien 2010) oder für den Beitrag in ?Sexualforschung? 25/2012 (S. 131-150) von Eichenberg/ Surangkanjanajai: ?Zoophilie. Eine Online-Befragungsstudie zur Ätiologie und Rolle des Internet?.?

Ausnahmslos führen alle diese Studien die sie konterkarierende und völlig gegenläufige ?öffentliche Stimmung? und die daraus resultierenden Gesetzesänderungen als absurd und völlig unvereinbar mit den vorliegenden Erkenntnissen vor, die unabhängig von einander zu den eindeutig gleichen Ergebnissen kamen, dass Zoophilie als eine ?echte sexuelle Orientierung? angesehen werden muss, vergleichbar mit Homo- oder Heterosexualität.??

Es fand sich bestätigt, dass dass Zoophile ihre Tiere wie vergleichbar Menschen lieben, sich um sie kümmern, ihnen ein bestmögliches Leben zu ermöglichen versuchen und sich auch oft in Tierschutzvereinen engagieren, um die Situation von Tieren zu verbessern.??
Obwohl die Studien bezüglich dieses Ergebnisses eindeutig sind, stellen die Autoren gleichwohl weiteren Forschungsbedarf fest, zur Begriffsklärung und Abgrenzung.?

Meist wird Zoophilie mit Zoosadismus, Zoosexualität, Sodomie oder Bestialität durcheinander geworfen – nicht unähnlich dem Durcheinanderwerfen z.B. von Pädosexualität mit Sexualisierter Gewalt, die bekanntlich nur zu einem äußerst geringen Prozentsatz von Pädophilen ausgeht???

Gemäß Definition von Miletski (1999) wird Zoophilie als eine sexuelle Vorliebe (als Handlung, oder auch nur als Vorstellung) für Tiere definiert, die mit emotionalen Bindungen einher geht.
Der Begriff ?Bestiality? wird hier für Menschen verwendet, die sexuelle Beziehungen mit ?erwachsenen?, geschlechtsreifen Tieren haben, in denen die emotionale Seite eine mindere oder gar keine Rolle spielt.

?Jedoch werden sehr häufig ?Zoophilie? und ?Bestiality? irre führend und unzulässig als gleichbedeutend verwendet.?Weitere Formen werden u.a. definiert als ?Zoosexualität? (exklusive Partnerwahl von Tieren), als ?Zooerastie? (u. a. meist definiert als sexuelle Mensch-Tier-Kontakte mit betont pathologischer Komponente, wie z. B. bei Krafft-Ebing 1886/1894), ?Zoosadismus? (absichtliches Verletzen von Tieren bei sexuell oder auch nicht-sexuell motivierten Handlungen), ?Formicophilie? (sexuelle Erregung durch das Krabbeln von Insekten und Kleintieren auf dem Körper), oder ?zoophiler Exhibitionismus? (vor Tieren ausgeübter Exhibitionismus).??Problematisch und im Kontext der Sexualforschung zunehmend als nicht ernstzunehmend eingestuft sind hierbei die ehedem als – insbesondere aber nur wegen ihres Umfangs – grundlegend aufgefassten Reports von Kinsey (ab 1948).?

Die Bezeichnungen der Kinsey-Forscher sind weithin nicht klar definiert, insbesondere nicht auf Geschlechtsverkehr oder dessen Absicht beschränkt, so dass die Ergebnisse häufig ?uminterprtetiert? werden können und wurden, z.B. wurden die Kinsey-Daten mehrfach einfach übertragen auf als ?pathologisch? definierte Tierkontakte, z.B. angeblich vorwiegend als ?Ersatzbefriedigung? für die ?ländliche Bevölkerung? oder ?Minderbemittelte?.

Solche Stereotypen sind durch alle neueren Studien als unzutreffend belegt – hier wird z.B. ein eher besonders hoher Anteil gut Ausgebildeter verzeichnet -, und es wird darauf hingewiesen, dass Menschen mit sexuellen Tierkontakten aus unterschiedlichsten Alters- und Gesellschaftsschichten und verschiedenstem sozial-ökonmoischen Status stammen, mit sehr unterschiedlichen Lebensläufen, städtischen wie ländlichen Gegenden.??Rosenberger (1968) und andere erkannten schon in passivem Verhalten des Tieres eine Zustimmung, weitere Autoren beschreiben, dass Tiere offensichtlich durchaus den sexuellen Akt genießen (Miletski/Beetz) oder ihn selbst herbeiführen können (auch hier u.a. Dekkers, 1994). ?

Jedem bekannte Beispiele sind die von Hunde-Rüden, die ihrer Zuneigung folgend am Bein eines Herrchens, Frauchens oder anderen Menschen sich zu reiben versuchen, was vom Menschen i.d.R. ja unterbunden oder nicht beachtet wird.

Singer (1991) legt dar, dass in Zoophilie kein ?unethisches? Verhalten des Menschen erkannt werden kann, solange dem Tier dabei kein Schaden zugefügt oder es in irgendeiner Weise misshandelt wird. Es könnten sich eindeutig hierbei Beziehungen entwickeln, die gegenseitig befriedigend sind.?

Er argumentiert, wie auch Ruetenik (2010) und Glenney Boggs (2010), dass Zoophilie augenscheinlich fast ausschliesslich wegen irrationaler / ?quasi-religiöser?, nicht begründbarer, speziesistischer (!) und anthropozentristischer ?Meinungen? abgelehnt wird.?Ähnliche Ausführungen hatten allerdings schon 30 bis 40 Jahre zuvor Masters/?Forbidden Sexual Behaviour and Morality?(1962) und ?Sex driven people?(1966) und Haeberle/ ?The Sex Atlas? (1978/83) getan.

Vergleichbares wie das beim Menschen ?Zoophilie? Genannte findet sich, wie teilweise auch in der genannten Literatur beschrieben, in der (übrigen) Tierwelt darüber hinaus weithin als ?Interspeziessexualität?.

Praktisch alle Tierarten leben gemäß der hier vorliegenden Forschung ihre Sexualität mit allen möglichen anderen Tierarten aus, und dies wird bei einigen Wissenschaftlern sogar als ein wesentlicher Faktor der Evolution bezeichnet.?Begegnungen von zum Beispiel Elefant und Nashorn, Giraffe und Zebra, Hund/Wolf und Tiger oder Löwe, Schaf und Reh, Ente und Huhn u.v.m. sind längst per Foto oder Video dokumentiert. ??

Studien von Brown (1984), Kidd/Kelley/Kidd (1983) oder Miller (1984) beleuchten die Frage, ob bestimmte unterschiedliche Persönlichkeiten beim Menschen es diesen ermöglichen, in besonderem Maße ein ganz bestimmtes, besonderes und großes Verständnis für jeweils spezifische Tierarten zu entwickeln, was sexuell geprägt sein oder ausgedrückt werden kann oder auch nicht (denn es gibt ja auch sehr enge Beziehungen ohne Sexualität) – also, ob es ?Pferde-Persönlichkeiten?, ?Katzen-Persönlichkeiten? u.a. gibt; dies stets mit besonderer Beachtung dessen, ob es den Tieren dabei gut zu gehen scheint, was weitgehend bekräftigt und eindrucksvoll dargestellt wird.

— 08. Absicht, inhaltliches Scheitern und erkennbare Rechtswidrigkeit des ?Tierschutzgesetzes? §3, Satz 1, Nr.13?? —

Durch das ?Tierschutzgesetz? soll bei jeglichem Umgang mit dem Tier sicher gestellt werden, dass diesem nicht ?ohne vernünftigen Grund? Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden, ohne sanktioniert zu werden. ?
Dies aber hat gemäß dem grundlegenden Selbstverständnis eines freiheitlichen Rechtsstaats nicht nur insofern frei von ?ethischen? oder ?moralischen? Auffassungen zu sein als hier insbesondere die Aspekte ?Schmerz, Leiden und Schaden? sowohl auf physischer als auch auf psychischer Ebene messbar, also nicht ?Auffassungssache? sind (u.a. Buschmann, 2008).
??Wie bereits weiter oben festgestellt, ist überdies der Begriff ?artwidriges Verhalten? – als zentraler Bestandteil und Wortlaut des TSchG § 3.1.13 – insbesondere bei domestizierten Tieren überhaupt nicht klar definierbar.?

Grundsätzlich stellt die ausgeübte Sexualität beim geschlechtsreifen Tier keinesfalls – wie von ?Tierschützern? angenommen oder behauptet – eine Art Sonderfall ?besonderer Empfindlichkeit? dar, neben den anderen Bedürfnissen des Tieres wie Fütterung und Tränkung, eben anders als beim Menschen, womit auch hier eine menschliche Sichtweise auf das Tier übertragen wird.

Einen Unterschied macht es für ein Tier daher grundsätzlich auch nicht, ob eine ?Triebstaubeseitigung? am Tier vom Menschen aus sexuell motiviert ist, sondern entscheidend für das Tier ist die Art und Weise, wie diese erfolgt, also wie sich das Tier dabei fühlt.??

Es sollte des weiteren – gerade bei ?Tierfreunden? – bekannt sein, dass Tiere einer Spezies, Rasse oder Gruppe äußerst unterschiedliche Sexualappetenzen und -präferenzen haben können. Es lässt sich also – Stichwort: ?Bordell?/?Abrichtung? – von einem, auch nicht einem ausgeprägten, Sexualverhalten kaum auf eine ?Konditionierung? schliessen, auch weil einem Tier z.B. zur Arterhaltung ein Fortpflanzungsverhalten grundsätzlich anhaftet.?So gibt es eine erhebliche Schwierigkeit, gezielte – als negativ aufzufassende – Konditionierung zu erkennen?.

Ähnliches gilt für eine ?Dressur?: Lernverhalten, oder operantes Lernen hilft jeder Spezies bei der Reaktion und Anpassung gegenüber wechselnden Situationen, kann also nicht grundsätzlich abgelehnt werden und ist auch Bestandteil von Entwicklung und Evolution. ?Als negativ definierte Verstärkungen sind bei Tieren gut beobachtbar aber gewöhnlich mit Angst- oder Übersprungsreaktionen verbunden. Positive Verstärkungen verfestigen sich schneller und länger.

So sollten natürlich negative Verstärkungen möglichst ausgeschlossen werden, aber es entsteht hier die Frage, warum ?das Abrichten? grundsätzlich verfolgt werden sollte, wo es doch als positive Verstärkung z.B. Bestandteil jeder ?Erziehung? ist ?

Selbst, ein Tier zu einer Handlungsweise zu zwingen – etwas, das jedem als strafwürdig einleuchtet, wenn der Schaden offensichtlich oder klar nachweisbar ist -, kann offenbar nicht allgemein ein Verbot begründen, denn schon das Beispiel eines Tierarztbesuchs, zu dem Tiere im allgemeinen gezwungen werden, zeigt, dass eine aufgewungene Handlung zu einer Besserung für das Tier führen kann, oder zumindest dürfte der Besuch in dieser Absicht durchgeführt werden.?

Geht es also allein nach dem ?Wohlbefinden? (des Tieres), wären jegliche Zwangsmassnahmen eine Einschränkung für das Tier, auch wenn sie ?aus höherem Interesse? erfolgen sollten.?Ein Tier in menschliche Verhaltens- und Lebensweisen einzubeziehen, kann also sehr positiv für das Tier sein wie auch (erhebliche) Probleme aufwerfen.

Was die Sexualität anbetrifft, ist diese aber beim Menschen ein sehr empfindlicher und delikater Bereich, während diese für das Tier hier keine besondere Rolle einnimmt.
Allerdings sind selbstverständlich Fälle bekannt, wo sexuelle Interaktionen mit Menschen für Tiere zu oft erheblichen Beeinträchtigungen, Schäden oder Leiden geführt haben. ?

Von daher erscheint der § 3, Satz 1.13 TSchG als Versuch, solche allerdings – wie angedeutet – kaum nachweisbaren Fälle (besser als bisher) ahnden zu können.
Dieser Versuch allerdings kann nur als grandios gescheitert angesehen werden, nicht nur weil er mit Begriffen wie ?artwidriges Verhalten? operiert, die jeder anerkannten Definition entbehren und reiner Willkür Tür und Tor öffnen.??TSchG § 3, 1.13 beinhaltet keinerlei scharfe und eindeutige Definition für Fälle von Schäden oder Leid, auch weil es keinerlei Erkenntnis gibt, dass grundsätzlich jede sexuell konnotierte Handlungsweise zwischen Mensch und Tier nachteilhaft für das Tier sein soll.

Davon abgesehen, wird hier auch die Problematik verschärft und nicht gelöst, Situationen und Berufsgruppen von dem Verbot nicht betroffen werden zu lassen, die Zwang aus vertretbaren Gründen oder wegen ?höherer Güter? ausüben könnten oder müssen, was die Gefahr sexueller Denunziation erhöht.

— 09. Unzulänglichkeit und Widersprüchlichkeit der Stellungnahmen ?gegen Zoophilie? —

Stellungnahmen für ein Verbot der Zoophilie bleiben so selbst bei aller Ausführlichkeit in sich widersprüchlich und ungeklärt.
??Beispielhaft? seien hier z.B. Bolliger / GoetschelIn (Bern/ Zürich 2004) genannt.??

Während sie immerhin unmissverständlich darlegen, dass so genannte ?christliche?, ?moralische? oder andere willkürliche Bezeichnungen und Behauptungen wie ?Widernatürliche Unzucht? unhaltbar sind und keinerlei Begründung abgeben können, führen sie aber des weiteren u.a. in ?Sexualität mit Tieren? aus, dass, wenn Zoophile darlegten, ihre intimen Beziehungen zu Tieren seien nicht durch Gewalt und Unterwerfung, sondern durch ein beidseitiges Respekts- und Vertrauensverhältnis geprägt, es angeblich ?ein Faktum? bleiben solle, ?dass Tiere auch bei gewaltfreien sexuellen Kontakten in erster Linie zur Triebbefriedigung des Menschen instrumentalisiert? seien und zu Sexualobjekten degradiert würden.

Weshalb dann eine Frau, die durch einen Mann und seinen Körperbau sexuell erregt wird und ihn zur Triebbefriedigung ?nutzt?, diesen Mann dann nicht ?zum Sexualobjekt degradiert? bzw., weshalb, wenn sie ihn als Sexualobjekt erlebt, sie ihm dann ?die Würde absprechen? soll, weil sie ihn vorübergehend oder auch (nur) als ?Sexualobjekt? wahrnimmt: eine Antwort hierauf bleiben die Autoren schuldig.??

Denn eine Frau tut mit einem Mann und/oder empfindet gegenüber einem Mann währenddessen im Zweifelsfall das Gleiche wie ein Zoophiler gegenüber einem Tier: sie ?findet ihn geil? und ?nutzt? ihn zur Erregung, zur Befriedigung. Den Ausführungen dieser Autoren zu Folge müßte dann deswegen auch (menschliche) (Hetero-) Sexualität verboten sein, da es ?die Menschenwürde verletzen? würde, ja sie müßte dann sogar noch weitaus eher verboten sein, da der Bereich der Sexualität für den Menschen sich als weitaus delikater und sensibler darstellt als beim nicht-menschlichen Tier.?

Noch abstruser wird es im dann folgenden Satz: ?Zwar werden Tiere in unserer Gesellschaft zugegebenermassen auch für viele andere Zwecke gegen ihren Willen verwendet, so etwa für Tierversuche oder die Nahrungsmittelproduktion. Diese Absichten sind unter dem Aspekt der Tierwürde ebenfalls diskutabel, im Gegensatz zur Zoophilie jedoch gesellschaftlich überwiegend legitimiert, solange die gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden.???

Das heisst also: wenn ?eine Gesellschaft? ein Verhalten ?legitimiert?, sprich: z.B. nichts dabei finden will, dass, obwohl der Mensch weder Fleisch- noch Allesfresser ist, Tiere des ?Geschmacks? wegen ?gezüchtet?, in engen Ställen ?gehalten?, gefoltert, gehäutet, geschlachtet oder für ?Tierversuche verwendet? werden, dann braucht der Mensch nur ?gesetzliche Rahmenbedingungen aufzustellen?, um dieses abermillionenfache Quälen und Morden zu ?legitimieren?.?

Solcherart also sind die Menschen, die über ?Tierrechte? befinden zu können meinen, und gleichzeitig jährlich abermillionenfache Qual und Vernichtung an Tieren ?legitimieren?, als vermeintliche ?Krone der Schöpfung?.
?Dies nennen die Autoren gerade mal ?diskutabel? – nirgends fällt hier das Diktum davon, dass Tiere durch das ?Nutzen? so vollständig ihre ?Würde? verlieren dürften? -, während Zoophilie ?indiskutabel? sein soll.

?Dass diese sich selbst ?bestätigende? und im Zirkelschluss drehende ?Legitimation? der ?Nützlichkeit? sich in nichts von den sich im Kreis drehenden und nicht begründbaren ehedem unhinterfragten ?christlichen? Definitionen der ?Sündigkeit? und ?Verworfenheit? unterscheidet, fällt den Autoren, die ihre invalide ?Argumentation? auf über 40 Seiten ausdehnen, wohl nicht auf.?

Sie behaupten, ?die Gesellschaft? könne ?gesetzliche Rahmenbedingungen? finden, um das Schlachten, Einsperren, Quälen und Morden zu ?legitimieren? – verneinen diese Möglichkeit aber für die Zoophilie ??

Vermeintlich ?aufgeklärte? Menschen wollen es nicht eklig finden, unzählige Berge von Leichen (knapp 1 Milliarde getötete ?Nutztiere? pro Jahr allein in Deutschland) zu verspeisen, ?Milch? von ARTFREMDEN (!) Tieren wie Kühen oder Ziegen zu trinken oder ?Pelze? von lebendig gehäuteten Tieren zu tragen – aber Zoophilie soll ?eklig? sein ???
Wie anders denn als REINEN SCHWACH- und WIDERSINN soll man so etwas bezeichnen ???

Es erinnert daran, dass in rund 80 Ländern der Welt noch immer das Lieben von Männern durch Männer unter teils erhebliche Strafen gestellt ist, während etwa das (soldatische) Töten von Männern höchst dekoriert wird ?

??In einer solchen beispielhaft von Ungeklärtheiten und eklatanten Widersprüchen gezeichneten Blaupause für das Handeln von Politikern in den folgenden Jahren wird eine deutlich unreflektierte, problematische, distanzierte bis abwertende Haltung (nicht nur) zur Sexualität generell deutlich, und eine ebenso unreflektiert beschwichtigende zur ?Nutztier?-?Haltung?.??

Es verwundert dann auch nicht mehr, wenn Politiker sich bei ihrer ?Gesetzgebung? allen Ernstes anfeuern lassen von reinen Gerüchten wie denen, es gebe ?Tierbordelle? in Deutschland – die allerdings, selbst wenn es sie gäbe, ein Verbot von Zoophilie nicht begründen könnten (Meyer, Katharina: ?Gibt es Tierbordelle in Deutschland ??, in : ?Badische Zeitung?, 28.09. 2012 ? http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/gibt-es-tierbordelle-in-deutschland–64112664.html).

Denn es müßte dann ja auch Heterosexualität verboten sein????

— 10. Kritik der rechtlichen und wissenschaftlichen Unzulänglichkeit des TSchG §3, Satz 1, Nr.13, und mögliche Lösungen??? —

Ähnlich, noch weitaus unausgegorener, in keiner Weise überzeugend, von unhinterfragten Vorannahmen und sich selbst ?bestätigenden? Annahmen oder ?Meinungen? geprägt und durchzogen sind sämtliche weiteren Stellungnahmen gegen die Zoophilie – was angesichts der vorliegenden Erkenntnisse, die nur pro Zoophilie sprechen können, auch unausweichlich ist.?

Es kann dann nicht verwundern, wenn zu Diskussionen eingeladene so genannte ?Tierschützer? ihr Erscheinen verweigern und für überflüssig erklären, womit sie aufweisen, dass sie offenbar selbst der Überzeugung sind, dass ihre ?Meinung? einer wirklichen Diskussion und kritischen Betrachtung nicht Stand halten könnte.??

Mit vollem Ernst werden in Internetforen groteske, vollkommen unhaltbare Gewissheiten veröffentlicht wie diese: »Der Sexualtrieb von Rüden wird durch die Läufigkeit der Hündin gesteuert und nicht wie beim Menschen durch die Lust auf Sex. Demnach können Hunde und Menschen keine menschenähnlichen Sexualbeziehungen eingehen, weil der Mensch beim Hund den Fortpflanzungstrieb nicht weckt.«??

Eine zu einer solchen Diskussion geladene Person sagte mit folgendem Wortlaut ab:?
<< Ich habe kein Interesse, an einer Diskussion in dieser Form teilzunehmen. ?Pädophile und Sodomisten/Zoophile sind Vergewaltiger und es gibt auch keine Rechte für sie. ?Das Verbot ist gültig und ich sehe keinen Sinn darin, mit Ihnen über Ihre sexuellen Vorlieben oder die anderer Sodomisten zu diskutieren. ?Die Sanktionierung/das Gesetz ist keine Frage von Ethik und Moral oder freier Entfaltung, worauf Sie wahrscheinlich hinaus wollen, sondern eine Ordnungswidrigkeit. Diese Ordnungswidrigkeiten und auch §3 Tierschutzgesetz schreibt gewisse Verhaltensweisen vor oder missbilligt sie. ?Wenn Sie oder andere Zoophilen, die ihre Tiere ja gar so lieben, ihre Tiere als Lebewesen mit eigener Integrität wahrnehmen und halten, dann sollten Sie das tun und und Ihren persönlichen Trieb zurückstellen. ?Ähnlich wird das auch in anderen sozialen Verhältnissen verlangt. Übrigens gibt es im Rahmen des Ordnungsrechts viele Vorgaben, die einfach regeln was sozial hinzunehmen ist. Das ist nicht verfassungswidrig nur weil manch einer das gerne anders hätte. >>

Bei soviel atemberaubender unfassbarer Dummheit muss man sich zunächst vor Augen halten, dass eine solche Person einen ?Doktor?-Titel trägt, und ?Tierarzt? ist???

Sie wirft nicht nur Pädophile – deren Sexualobjekt i.d.R. als nicht geschlechtsreif Geltende sind – und Zoophile, deren Sexualobjekt geschlechtsreife Tiere sind – in einen Topf, sondern bezeichnet beide rundweg als ?Vergewaltiger?.

Dass 95 – 98% aller sexualisierten Gewalt gegen Minderjährige von als ?normal veranlagt? eingestuften in großer Mehrheit heterosexuellen Menschen ausgeübt wird, davon hat sie offensichtlich noch nichts gehört, auch nicht davon, dass auch Zoophile und Pädophile Rechte haben …

??Sie sieht keinen Sinn, zu diskutieren, ?weil das Verbot gültig ist?.

Dass alljährlich zahlreiche Gesetze, auch gerade erst eingeführte oder geänderte, natürlich diskutiert, erläutert, begründet, überprüft werden (müssen) – nehmen wir z.B. die ?Nichtraucherschutz-Verordnungen? oder die inzwischen wieder abgeschaffte ?Praxisgebühr? -, ja, dass dies essentielle Voraussetzung jeder funktionierenden Demokratie sein muss, davon scheint diese Person noch nichts vernommen zu haben.?

Sie erkennt auch nicht, dass doch gerade Menschen wie diese Person es sind, welche selbst die ?sexuellen Vorlieben? anderer fortlaufend erregt und wie besessen thematisieren.??
Sie behauptet, eine Sanktionierung sei nicht begründet in ?Ethik und Moral?, sondern in einer ?Ordnungswidrigkeit? ? also ?Ordnungswidrigkeit?/?Sanktion? sollen sich selbst/gegenseitig ?begründen? ? ? ? eine ?Zirkel-Argumentation?, also Nicht-Argumentation ? worin denn soll das Bezeichnen und Sanktionieren eines Verhaltens als ?Ordnungswidrigkeit?, und sollen Vorschriften hierzu begründet sein, wenn nicht in dem Bewahren eines ?Rechtsguts?, das natürlich begründet werden muss, jedoch eben nicht ?ethisch-moralisch? ? ??

Welches ?Rechtsgut? aber will sie hier, ausser ihrer ?Moral?, ihrem ?Empfinden? denn zur Begründung anführen ??
Was für eine vollkommen rechtsstaatswidrige Vorstellung geistert im Kopf dieser Person herum ???

Auch sie vollzieht die geistig verwirrte Volte von Bolliger / GoetschelIn, dass das ?Ausleben eines Triebes? mit der Wahrnehmung und Beachtung der Integrität eines Lebewesens/ Sexualobjekts nicht vereinbar sein soll?

Damit sagt sie alles über ihre persönlichen Probleme mit Sexualität aus – aber erneut nichts über Zoophilie oder das Begründen der angeblichen Notwendigkeit des Schutzes irgendeines Rechtsgutes, das von Zoophilen bedroht sein soll, denn alle Forschungsergebnisse bestätigen die hohe Achtung Zoophiler vor der Integrität der Tiere.

Nicht ?sozial hinzunehmen? ist daher ein Verbot der Zoophilie? !??

Sie aber unterstellt Zoophilen, das sie ?asozial? seien und ihnen nicht bekannt sei, das Rücksichtnahme und Zurückstellung eigener Bedürfnisse zum sozialen Leben essentiell gehöre. Auf den unübersehbar evidenten Gedanken, dass vielmehr sie selbst es ist, die sich nicht zurücknehmen und ihre ?Meinung? nicht kritischer Überprüfung zugänglich zu machen im Stande ist, kommt sie nicht.
.???Anti-Zoophile? behaupten, solange nicht ?der allerletzte Zweifel ausgeräumt? sei, dass Tiere darunter ?leiden? könnten, es mit dem Tier homo sapiens zu treiben, dürfe es nicht erlaubt sein.?

Davon abgesehen, dass sie hier den Zoophilen unterstellen, sie seien sich solcher Problematik nicht bewusst – wogegen alle Forschungsergebnisse sprechen -, fragt es sich, wie dieselben Leute eigentlich – ohne dem gemäß dann erkennbaren Willen eines Tieres, dessen Anerkennung wiederum als Rechtsgut zu schützen sein könnte oder soll – dann von ?Tierrechten? sprechen und diese begründen wollen ? Und weshalb sie dann nicht alle Tiere unter Überwachung stellen, um sie generell vor Intersexualität zu ?schützen? ? ??

Die ?theoretische Möglichkeit? oder erhöhte Wahrscheinlichkeit eines möglichen Tierleides unter bestimmten Umständen kann niemals Gegenstand eines Verbotes sein, weil sie unausweichlich Fälle mit einschliessen wird, in denen es nicht zum Tierleid kommt: dies ist klar rechtsstaatswidrig !

??Beispielhaft deutlich wird dies an anderer Stelle im ?Tierschutzgesetz? selbst, in TschG §3, Satz 1, Nr.12, wird beschrieben:

< Es ist verboten, 1. 12. ein Tier als Preis oder Belohnung bei einem Wettbewerb, einer Verlosung, einem Preisausschreiben oder einer ähnlichen Veranstaltung auszuloben > ?.

ABER:
Satz 1 Nummer 12 gilt nicht, wenn das Tier auf einer in Satz 1 Nummer 12 bezeichneten Veranstaltung ausgelobt wird, bei der erwartet werden kann, dass die Teilnehmer der Veranstaltung im Falle des Gewinns als künftige Tierhalter die Einhaltung der Anforderungen des § 2 sicherstellen können. > (also eine dem Tier zuträgliche und nicht schadende ?Haltung?)

??Hier finden wir allerdings auch eine mögliche Lösung zur Korrektur des Tierschutzgesetzes in Richtung Rechtsstaatlichkeit und klarer, unmissverständlicher und anerkannter Definitionen, im Allermindesten also als eine Art ?Strafabsehensklausel?, besser aber noch mit erheblich genaueren Definitionen, Abgrenzungen und Ausschlüssen.

??Die bekannten, hier ausgeführten Forschungsergebnisse und die umfangreiche Literatur hierzu belegen vollkommen unabweisbar, dass zoophile Tierhalter, die ?Tiere zu sexuellen Handlungen nutzen?, ohne jeglichen Zweifel in der Lage sind, Tierleid und Schaden zu verhindern, und alles zu tun, im Falle eines doch auftretenden Schadens alles diesen Mindernden zu unternehmen.

Diese Form des TSchG jedoch könnte sie aus Angst vor Bestrafung gerade daran hindern, im Falle eines Schadens z.B. ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.?
Gerade skrupellose und im Dunklen Vergewaltigende, die sich um Verbote nicht scheren, werden von solchen Gesetzen begünstigt, während die Kenntnis von offen lebenden Zoophilen, die helfen könnte, Schaden zu erkennen und zu minimieren, missachtet, entwürdigt und in absolut unannehmbarer rechtsstaatswidriger Weise mit Strafe bedroht wird.??

Immerhin ist es ja möglich, dass von politischer Seite dieses Gesetz absichtlich so eklatant mangelhaft formuliert wurde, um sowohl den ?Tierrechtlern? Genüge zu tun als auch den negativ Betroffenen die Möglichkeit zu geben, hiergegen vorzugehen ???

Und ich kann an dieser Stelle nur festhalten, dass, wenn ich sehe, wieviele ?Tierärzte? bei einfachsten Krankheiten, die mit Naturheilmitteln behandelt werden können oder von selbst weggehen, Chemie-Hämmer einsetzen, wie sie sich von der Pharma-Industrie fragwürdigste Medikamente und Futtermittel aufdrängen lassen und diese weitergeben, wie sie ?vorsorgliche Wurmkuren? und ähnliches Unwirksame und Schädliche aufschwatzen, wie voreilig sie oft mit ?Euthanasie? zur Hand sind, dann besteht offenbar ein erhebliches Risiko und besteht Lebensgefahr für Tiere, die bei ?Tierärzten? behandelt werden.
?
Solange hier nicht ?der letzte Zweifel ausgeräumt? und jede Gefahr beseitigt ist, sollte das Wirken von ?Tierärzten? verboten und mindestens als ?Ordnungswidrigkeit? sanktioniert sein. Tierhalte- und Tierbehandlungs-Verbot und Gefängnisstrafen sollten unbedingt erwogen werden, um Tiere vor solchen massenhaften Gefahren zu schützen.??

11. LITERATUR-VERZEICHNIS:?

Beetz, Andrea: ?Love, Violence, and Sexuality in Relationships between Humans and Animals.? (Aachen/ Shaker Vlg., 2002)

Bolliger G.: ?Sexualität mit Tieren – eine rechtliche Betrachtung?. (Schulthess Juristische Medien, Zürich/ Basel/ Genf 2004/2011)

Brown, D. : ?Personality and Gender Influences on Human Relationships with Horses and Dogs?, in: Anderson/Hart B./Hart L. (editors): ?The Pet Connection. Its influence on our health and quality of life? (Censhare/ University of Minnesota, 1984)??

Buschmann, J.U.F. (2008): “Moderne Messverfahren zur Objektivierung der Stressbeurteilung”, Nutztierpraxis Aktuell, Forum der Agrar- und Veterinär-Akademie AVA?

Dekkers, Midas: ?Geliebtes Tier?. Die Geschichte einer innigen Beziehung. btb Verlag, München 2003 (orig. Amsterdam 1994)

??Eichenberg, Christiane; Surangkanjanajai, Benjamin: Zoophilie. Eine Online-Befragungsstudie zur Ätiologie und Rolle des Internet > (in “Zeitschrift für Sexualforschung”, Thieme-Verlag, Band 25.2012, Heft 2, S. 131-150)

Glenney Boggs, Coleen: ?American Bestiality: Sex, Animals, and the Construction of Subjectivity?. In: ?Cultural Critique?, Nr. 76, S. 98?125 (Baltimore/Maryland, USA, The Muse Press, 2010)

Haeberle, E. : ?The Sex Atlas? (New York/Seabury, 1978)

Kidd/Kelley/Kidd: ?Personality Characters of horse, turtle, snake and bird owners? (in : ?Psychological Reports? 52, p. 719-729, 1983)

Kinsey, Alfred: ?Sexual Behavior in the human male? (Philadelphia, 1948)??

Krafft-Ebing, R.v.: ?Psychopathia sexualis? (Wien 1886,1912, 14. Aufl. 1997)

Kühnappel, Manfred: ?Vor 70 Jahren: Das erste Tierschutzgesetz in Deutschland?, ?Rheinische Post Online?, 21.11. 2003 (http://www.rp-online.de/panorama/wissen/vor-70-jahren-das-erste-tierschutzgesetz-aid-1.2283650)

Lang, Dominik: ?Sodomie und Strafrecht – Geschichte der Strafbarkeit des Geschlechtsverkehrs mit Tieren? (= Europäische Hochschulschriften 2, 4750), Frankfurt am Main 2009. 266 S.

Massen, Josef: ?Zoophilie, die sexuelle Liebe zu Tieren? (Köln, 1994)

Masters, R.E.L. : ?Forbidden Sexual Behavior and Morality? (New York 1962, Julian Publishers)??

Masters, R.E.L. : ?Sex driven people? (Los Angeles 1966/ Sherbourne Press)
?
Meyer, Katharina: ?Gibt es Tierbordelle in Deutschland ??, in : ?Badische Zeitung?, 28.09. 2012 ( http://www.badische-zeitung.de/deutschland-1/gibt-es-tierbordelle-in-deutschland–64112664.html )

??Miletski, Hani: ?Bestiality-Zoophilia: an exploratory study?/ Unpublished study (San Francisco,1999)??

Miletski, Hani: Understanding Bestiality and Zoophilia (East West Publishing, Sawbridgeworth, Herts., UK/ 2002)??Miller, R.M. : ?An Equine Practicioner´s View of Human-Horse Interrelationships? (Censhare/ University of Minnesota, 1984)

Nasswetter, Marion (2010) : ?Eine klinisch-psychologische online Studie über Zoophilie.? (Diplomarbeit, Universität Wien. Fakultät für Psychologie, 2010)

Ruetenik, Tadd: ?Animal Liberation or Human Redemption: Racism and Speciesism in Toni Morrison’s `Beloved´?. In: ?Interdisciplinary Studies in Literature and Environment?. Nr. 17 (2), S. 317?326 (Oxford Journals, Oxford/ UK, 2010)

Schweitzer, Albert (1965), re-publ. 1999 in Günzler/Zürcher: Kulturphilosophie III (München/ Beck) : ?Die Weltanschauung der Ehrfurcht vor dem Leben???

Singer, Peter: ?Heavy Petting?, nerve.com 2001

DREI ABHANDLUNGEN zu Zoophilie, Kultur und Gesellschaft (Teil 02) — — Zur Herkunft des Begriffes “Sodomie”

Dienstag, 11. Februar 2014

DREI ABHANDLUNGEN zu Zoophilie, Kultur und Gesellschaft (Teil 02):
< ZUR HERKUNFT des Begriffes "SODOMIE" >

Immer wieder versuchen UNGEBILDETE “Anti-Zoophile” ihrer “Meinung” Ausdruck zu verleihen, Zoophilie sei ein Zeichen von “Dekadenz”, es zeige die “Verkommenheit” unserer Gesellschaft, und weiter und schlimmer, es müsse wohl “EIN NEUER ADOLF” kommen, der für “Zucht und Ordnung” sorgen müsse.

Dass erotische Beziehungen zwischen Mensch und nicht-menschlichen Tieren in der gesamten Menschheitsgeschichte zum Standard zählen, dass Zeugnisse davon aus vielen Kulturen, in Museen und Bibliotheken für jedermann sichtbar sind, und dass daher eher der “Horror” vor solchen Beziehungen ein Zeichen von “Dekadenz” (also der Abwendung des Menschen von sich selbst und seinen Ursprüngen) sein dürfte, fällt den UNGEBILDETEN nicht auf.

“Anti-Zoophile” marschieren mit Fotos von GEWALTtätig misshandelten Tieren durch die Städte – wovon sich strohdumme “Politiker” beeinflussen lassen. Mit “Zoophilie” haben solche Photos überhaupt nichts zu tun… es handelt sich um DEMAGOGIE, um VOLKSVERHETZUNG: ein Zeichen FASCHISTOIDER VERDUMMUNG und damit von DEKADENZ.

Eigenartig ist dabei, dass ausgerechnet gerade die, welche sich ANGEBLICH gegen den “Speziesismus” wenden und den Menschen nicht von den nicht-menschlichen Tieren grundsätzlich absondern wollen, an *diesem* EINEN Punkt auf einmal eine Sonderstellung des Menschen behaupten, obwohl u.a. bekannt ist, dass Tiere es grundsätzlich/ potentiell auch jenseits von Artgrenzen treiben, auch angesichts der von “der Natur” aufgerichteten Barrieren.

Es geht diesen “Tierrechtlern” erkennbar NICHT um die Tiere, sondern GEGEN DIE SEXUALITÄT … wie das ja von “Kinderschützern” auch bekannt ist… 98% der Sexualisierten Gewalt gegen “Minderjährige” geht von als “normal” geltenden HETEROsexuellen aus… doch Herr Putin sagt zu HOMOsexuellen “Lassen Sie die Finger von Kindern”… und meint offensichtlich sich SELBST.
Nach diesem Muster verfahren auch die “Tierschützer”.

Jeder, der sie dazu auffordert, sich über Zoophilie zu INFORMIEREN statt der Verdummung zu folgen, wird von ihnen mit billigsten Mitteln zu diffamieren versucht, wie z.B. mit Lügen wie, er/sie sei selbst zoophil…

WOHER nun kommt eigentlich der Begriff “Sodomie” ?
Ist schon die Auffassung von dessen Herkunft, dessen Assoziation mit “Sünde” und “sexueller Lasterhaftigkeit” überhaupt korrekt ?

In der biblischen Erzählung über Sodom hat Lot, ein Neffe Abrahams, zwei durchreisende Engel ? offenbar männliche Engel ? in seinem Haus als Gäste aufgenommen.
Nach dem Abendmahl haben sich vor Lots Haus sämtliche Männer Sodoms, alte wie junge, versammelt und verlangen, als sei das nichts Besonderes, die Herausgabe der Engel, um mit ihnen zu verkehren.
Lot versucht verzweifelt, dem WILDGEWORDENEN MOB statt der Engel seine beiden noch jungfräulichen Töchter zur Vergewaltigung “anzubieten”.
Doch es kommt weder zur Vergewaltigung der Engel noch zur Vergewaltigung der Töchter. Lot verlässt mit Frau und Töchtern die Stadt.
Dennoch veranlassen die Engel die Vernichtung Sodoms und fünf weiterer Städte durch Gott.

(“Vergessen” wird übrigens zum Beispiel, dass der Sage nach in der Nacht der Zerstörung die Töchter Lots ihr Schicksal bejammerten, es sei nun kein Mann mehr in Sodom zugegen, der ihnen Kinder zeugen könne, worauf sie ihren Vater betrunken machen und ihn verführen … hieraus sollen die Söhne Moab und Ammon (Stammväter der israelitischen Volksgruppen Moabiter/Ammoniter) entstanden sein… doch: wo denn blieb hier die “Strafe” Gottes …?)

Aus dieser Erzählung lässt sich *keine* “Ethik zur Beurteilung sexueller Aktivitäten” ableiten.
Es kommt in dieser Geschichte zu keinem Gewaltakt ? dennoch wird Sodom zerstört! Warum aber werden die Einwohner für etwas, das sie nicht taten, bestraft ?
Oder liegt die ?Sünde Sodoms? doch ganz woanders ?

Dass in dieser Geschichte, wie es der Katechismus (Nr. 2357) der Katholischen Kirche formuliert, ?Homosexualität? als ?schlimme Abirrung? bezeichnet werde, ist offensichtlicher Unsinn.
Davon ist in der Geschichte an keiner Stelle die Rede.

Es geht in der Geschichte erkennbar auch nicht darum, dass die Engel männlich waren. Und, hätte Lot Söhne, wenn er sie gehabt hätte, ebenso zur Vergewaltigung angedient ?

Im Alten Testament, also in den jüdischen Reaktionen auf diese Geschichte, kommen mögliche sexuelle Aspekte an keiner Stelle in den Blick.
Bei den Propheten Jesaja (3,9) und Jeremia (23,14) wird die Sünde in der ARROGANZ DER BEWOHNER Sodoms gesehen, für den Propheten Ezechiel (16,49f) bestand ihre Bosheit in der WEIGERUNG, DEN ARMEN und DEN VERFOLGTEN BEIZUSTEHEN …

WER also betätigt sich hier – heute – in der “Sodomie” …?

Zoophile ? Oder die, welche sie VERFOLGEN und ihnen NICHT GEGEN VERFOLGUNG BEISTEHEN …?

Mögliche sexuelle Aspekte der Erzählung werden erst im Neuen Testament angedeutet (2 Petr 2,10; Jud 7?8). Dort ist ansatzweise von der ?schmutzigen Begierde des Körpers? die Rede. Dass die Autoren dieser Schriften aus der Sodom-Erzählung allerdings eine Verurteilung gleichgeschlechtlicher Sexualität herausgelesen hätten, ist beim besten Willen nicht zu erkennen.

Unter kirchlichen und kanonischen Autoren lässt sich erst sehr viel später und nur ganz allmählich ein “wachsendes Interesse an den sexuellen Aspekten” dieser Geschichte erkennen, wobei Augustinus (5. Jahrhundert) sich dabei eher für das allgemeine Problem ?ungeordneter Begierden? interessiert als z.B. für gleichgeschlechtliche Handlungen.

Erst um das 7. Jahrhundert legt sich Gregor der Große (? 604) auf eine eindeutig sexuelle Auslegung der Sodom-Geschichte fest: Sodom wird für ihn der Inbegriff für die Strafe Gottes wegen ?Verbrechen des Fleisches? (scelera carnis). Was aber wiederum diese ?Verbrechen des Fleisches? sein sollten, stand für die christlichen Theologen noch lange nicht fest.

In vielen Fällen wurde “Sodomie” ein allgemeiner Ausdruck für Formen sexuellen Verkehrs, die als ?widernatürlich? angesehen wurden.
Auch Verkehr von Christen mit Juden wurde lange Zeit als “Sodomie” bezeichnet…
Selbst sexuelle Akte zwischen Mann und Frau wurden gelegentlich als ?sodomitisch? bezeichnet, wenn sie nicht auf Fortpflanzung ausgerichtet waren.

Zu einer Wendung in der allgemeinen Auffassung kommt es erst durch Petrus Damiani (11. Jahrhundert), den Wortführer der “Gregorianischen Reform”, einen glühenden Verfechter des Priesterzölibats und einen wütenden Kämpfer gegen das ?sodomitische Laster?.
Deshalb schreibt er einen langen Brief an Papst Leo IX. (1049).
Petrus Damiani tritt darin dafür ein, das “sodomitische Laster” – was er meint, ist die, aus seiner Sicht, Verbreitung allgemeinen “sexuellen Lasters” in den Orden, unter den Priestern und in der Gesellschaft, an dem sich aber außer ihm offenbar kaum jemand sehr zu stören schien – wesentlich strenger zu bestrafen, als dies bis dahin die kirchlichen Bußbücher vorgesehen hatten.

In diesem Brief an Papst Leo erfindet Damiani erst diese neue Vokabel: die “Sodomie”. Er tat dies in absichtlicher Analogie zur Blasphemie ? der Gotteslästerung. ?Wenn Blasphemie die schlimmste Sünde ist, weiß ich nicht, auf welche Weise Sodomie besser sein sollte.?
Für Damiani war hinfort ?Sodomie? zunächst und insbesondere der Oberbegriff für alle Arten von sexuellen Handlungen zwischen Männern.
Damit kam aber ? nach und nach, in dem Maße, wie der neue Begriff sich verbreitete ? eine neue Qualität ins Spiel:
“Sodomiter” sind nicht mehr *Personen*, die aus den unterschiedlichsten Motiven und unter den unterschiedlichsten Umständen bestimmte Handlungen ausführen, sondern “Sodomiter” werden Träger des Merkmals ?Sodomie?, und zu einer “Gruppe” mit einer bestimmten Disposition, allenfalls zu “bemitleidende” Geschöpfe, die nichts mehr “mit uns zu tun” haben sollen, die ausgegrenzt werden können.
Man schafft eine “Gruppe “von Menschen, die man von den ?normalen? Menschen dann klar abgrenzen kann, auf die auch alles projiziert werden kann an “Bösem”, das man an sich selbst nicht wahrhaben möchte…

So kann “klar werden”, dass diese “Anderen” auch für Hungersnöte, Pest und Erdbeben verantwortlich sind.
Oder – heute – eben für die “Dekadenz” unserer angeblich “perversen” Gesellschaft, für alles womit sich für “normal” erklärende Menschen nicht zurecht kommen.
In dem Zusammenhang wird deutlich, weshalb “Anti-Zoophile” fast ausschliesslich aus kleinbürgerlichen, ungebildeten, gesellschaft depravierten Milieus stammen.

Als diese ?Anderen? gehören die “Sodomiten” im ausgehenden Mittelalter mit den Hexen und den Juden zu jenen “andersartigen Feinden der Christenheit”, die mit diabolischen Merkmalen gekennzeichnet werden.

Die Hintergründe, weshalb aber diese Ideologien auf fruchtbaren Boden fallen, sind gesellschaftliche und soziale Umwälzungen, deren Beschreibung fatal an Heute erinnert, und die “Betroffenen” Angst machen, für deren “Bewältigung” sie Sündenböcke “brauchen”…

Unzählige große Städte entstehen seinerzeit, Familienverbände lösen sich auf, neue Wirtschaftsformen bilden sich heraus, viele Menschen verelenden ? große Unsicherheit greift um sich.
Die “traditionellen” (!) Formen des familiären Zusammenhalts beginnen sich aufzulösen.

Die “Amtskirche”, die längst unauflöslich ihre Verbindung zur weltlichen Herrschaft eingegangen ist, und darum fürchtet, reagiert hierauf mit einer Flut des “Lobes der Ehe”, der “traditionellen” Formen des Zusammenlebens…
Erst jetzt erklärt die Kirche in Lyon 1274 die Ehe zum ?Heiligen Sakrament? – wovon ja viele heute behaupten oder glauben, dies sei sozusagen “direkt von Jesus (oder Petrus oder Paulus) verfügt”…

So also ist der uns bis heute so geläufige Begriff “Sodomie” keiner, der auch nur das Geringste mit seiner alttestamentarischen Bedeutung und Herkunft zu tun hätte:
also mit seiner STRAFE FÜR DIE, WELCHE DEN VERFOLGTEN NICHT BEISTEHEN und IHRER ARROGANZ FRÖNEN, sondern er ist so nur ein Produkt der “christlichen” Theologie: “christlich” aber nur im Sinne der Sicherung und Festigung “christlich”-weltlicher Herrschaft und Macht…

In der Benennung und Definition bestimmter sexueller “Vorlieben” aber überlebt bis heute diese Stigmatisierung durch die mittelalterliche Theologie:.
Die absurde Vorstellung etwa, dass Homosexuelle – oder auch Zoophile – “irgendwie anders” seien, ist fest im Denken der meisten Menschen verankert. Diese “Trennlinie” kann umgehend wieder ?geschärft? werden, wenn sich das gesellschaftliche Klima ändern sollte: genau das erleben wir jetzt, dies ist der “konservative Roll-Back”…

Dagegen hilft allein die Bekämpfung des Glaubens an solche “Unterschiede” und “Trennlinien” – nur dies kann das Gift von Petrus Damiani überwinden.

Vor über vierzig Jahren waren wir bereits einmal fast soweit: ab 1968 wurden die Gesetze gegen Zoophilie, und dann Homosexualität vollständig aufgehoben, auch gegenüber Pädosexualität machte sich eine differenziertere Einstellung breit, es herrschte eine gesellschaftliche Aufbruchsstimmung, die bedauerlicherweise heute kaum noch vorstellbar ist.

Eine der Leitthemen dieser revolutionären Stimmung war die fortschrittliche Psychoanalyse, die nicht beim Individuum stehen blieb, sondern die sozialen Verhältnisse kritisch betrachtete.

Dass der Geschlechtstrieb nicht für die “Reproduktion” des Menschen, nicht einmal nur für sein sexuelles Genießen zuständig sein soll, ist eine jetzt bereits 109 Jahre alte Erkenntnis:

“Das Begehren des Mannes zum Weib ist nicht weniger erklärungsbedürftig als das des Mannes zum Mann” (Sigmund Freud:”Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie”(1905).

Eine “natürliche” Sexualität gibt es nicht, ebensowenig eine “perverse”. Die “Fortpflanzung” ist nicht mehr als *eine* von *vielen* Funktionen der “Sexualität”. Das ist natürlich eine Kränkung für Heterosexuelle.
Das “pervers” Genannte ist nie ohne das – stets konstruierte – so genannte “Gegenteil” zu denken.

Freuds Beitrag war hier radikaler als alles zuvor, nicht bloß eine Fortschreibung der “Aufwertung” der Geschlechtlichkeit, wie von der “Aufklärung” betrieben, als Verbindung zur “Vernunft”.

Für diejenigen so genannten und selbst ernannten, und – siehe oben – in ihrer Argumentation höchst widersprüchlichen “Tierrechtler” und/oder Veganer, die sich allen Ernstes auch noch auf der Seite des Fortschritts und der Aufklärung wähnen, wird hier leider deutlich, dass sie sich bedauerlicher Weise auf der Seite der REAKTIONÄREN und des gesellschaftlichen RÜCKSCHRITTS befinden…

1905 sowie später (“Das Unbehagen in der Kultur”, 1930) verließ er alle traditionellen Erklärungsschemata, insbesondere das bipolare Konzept von ?natürlicher Trieb
versus Perversion? (das er trotz seiner Erkenntnisse 1905 noch ausgeführt hatte), indem er z.B. zwischen dem Sexualobjekt und dem Sexualziel ? zwischen der begehrten Person und der angestrebten sexuellen Handlung ? unterschied.
Damit stellte Freud ein angeblich biologisch vorgegebenes ?Ziel? des ?Triebes? grundsätzlich in Frage.

Er wies auf, dass sowohl heterosexueller wie auch homosexueller Geschlechtsverkehr, aber auch jede andere Form von sexueller Betätigung eine bestimmte kulturelle Leistung sei; die heterosexuelle Fixierung sei damit genauso wenig selbstverständlich und genauso erklärungsbedürftig wie – zum Beispiel – die homosexuelle.
Die psychologische Basis für diese Offenheit der Wahl liegt nach Freud im Umstand, dass Menschen eine ursprünglich ? als solche allerdings nicht erst von Freud ?entdeckte? ? ?polymorph-perverse? Anlage haben. Sie kommen nicht irgendwie “-sexuell” auf die Welt.

?In dieser Anlage zu allen Perversionen?, so Freud, ?ist das Allgemein Menschliche und Ursprüngliche zu erkennen.? (1905).

Das ist unverändert und zweifellos ein Umschlagspunkt, den freilich die unverändert herrschende bürgerliche Gesellschaft noch immer nicht nachvollzogen hat: denn es widerspräche ja ihrem Fortbestand … daher die ANGST davor, das unmissverständlich zu Erkennende zu erfassen und auszusprechen, aus Furcht vor dem Verschwinden der eigenen “Überzeugung” als “Lebensgrundlage”.

Zum einen ist damit nicht nur, wie schon lange im Rahmen des Sexualitätsdispositivs, die Geschlechtlichkeit zum Menschlichen schlechthin geworden, zum innersten Kern des Subjekts; vielmehr wird überdies die Perversion, die zuvor noch als das Andere, das Ausgeschlossene den ?guten? Sex konstituieren sollte, nun selbst zum ?Ursprung? aller menschlichen Triebe.

Obwohl Freud dann wieder ein Konzept von ?normaler? Sexualität entwickelte (das auch eine sehr problematische Vorstellung von weiblicher Sexualität mit einschloss), wurde insbesondere im “Spätwerk” immer deutlicher, dass er grundsätzlich nicht mehr an den ?guten?, den ?gesunden? Sex glaubte.

**Das Perverse ist das genuin Menschliche**

Es wird nur dann als “schlecht” oder “böse” angesehen werden können, wenn es sich zerstörerisch und gewalttätig äußert. Es könnte hier also nur GEWALT verfolgt werden, nicht Sexualität an sich, wenn Gewalt nicht erkennbar ist (wobei die Faszination durch Gewalt ebenfalls ein Kontinuum des Menschlichen darstellt, das allein durch Verdrängung und Stigmatisierung der Gewalt nicht wird konstruktiv bewältigt werden können).

So wie es eine “artgerechte” Haltung nicht gibt – sondern sie stets nur im Zusammenhang geprüft und beurteilt werden kann -, gibt es auch keine “natürliche Sexualität”, die mit “Moral” im Sinne von “Geschmack” beurteilt werden kann.

DREI ABHANDLUNGEN zu Zoophilie, Kultur und Gesellschaft (Teil 01) — — Volksverhetzung funktioniert, wie immer …

Dienstag, 27. November 2012

DREI ABHANDLUNGEN zu Zoophilie, Kultur und Gesellschaft (Teil 01):
< VOLKSVERHETZUNG FUNKTIONIERT, WIE IMMER >

Ab sofort möchte ich nicht mehr “Veganer” genannt werden.

Gut, ich war es so “richtig” ohnehin nie. Alle “In-Groups”, in denen irgendwelche Menschen sich wegen irgendetwas gegenseitig selbst bestätigen, lösen ohnehin nur Abwehr, Würgreiz und Fluchtimpulse bei mir aus.
Ich habe mich immer nur pflanzlich ernährt, weil ich nach aller Prüfung nichts fand, das in irgendeiner Weise dafür sprach, dass der Mensch “Fleischfresser” oder “Allesfresser” sein soll.
Warum ich aber deshalb mit “Veganern” eine innige Verbindung suchen sollte, war mir nie klar.

Jetzt noch weniger.
Seit 1969 war Zoophilie grundsätzlich straffrei – Tierquälerei oder (sexualisierte) Gewalt natürlich nicht. Doch seit geraumer Zeit verwischen “Veganer”, die ansonsten pausenlos Aasfresser darüber aufklären wollen, warum kein Mensch “Tierprodukte” braucht, in eklatant anti-aufklärerischer Weise die Grenzen zwischen Zoophilie und Gewalt bzw. Tierquälerei.
Sie ziehen mit Photos von angeblich “aus sexuellen Motiven” misshandelten und verletzten Tieren bei “Demos” durch Innenstädte, und suggerieren, dass Zoophile durchweg “Pferderipper” und Gewalttäter seien.

Das ist so, als ob jemand, der Heterosexualität – oder vielleicht am besten gleich alle Sexualität ? – “brandmarken” wollte, durch Innenstädte mit Photos von grün und blau geschlagenen Opfern von “Beziehungstaten” zöge, um zu schreien: “Seht, wohin (Hetero-)Sexualität führt !!”.
Es sind ja – bekanntlich – alles “erwachsene” und “mündige” Menschen, die sich in (solchen) “Beziehungen” verlieren. Nur Tiere sind ja – bekanntlich -“schwach” und “unmündig”, sie können – bekanntlich – ihren Willen nicht deutlich machen. Das sagen jedenfalls die gleichen Leute, die permanent von “Tierrechten” reden: Rechte also für Wesen, die gar keinen Willen haben ? Rechte also worauf denn dann, bitte ?
Aber die Frage ist nur rhetorisch: Rechte natürlich auf alles das, was “Tierrechtler” als “richtig” bekunden oder behaupten, und diese zwingen natürlich niemals irgendwelchen Tieren ihren Willen auf, nein, das tun ja nur Zoophile.

Keine Gesellschaft schafft es, Kindern ausreichend und generell Schutz zur Selbstentfaltung zu geben, Kinderrechte gibt es nicht – nur “Elternwillen” -, der Anteil verwahrloster Kinder, die “Kinderarmut” steigt ständig – dagegen wird nichts getan, “ist die Gesellschaft machtlos” ? aber “höhere Strafen für `Kinderschänder´ ” ? Das geht immer, das machen wir schon mal, damit “schützen” wir Kinder.

Ebenso ist – bekanntlich – “die Gesellschaft machtlos” gegen “Rinderbarone”, Legebatterien, Schlachthäuser, Pelzfarmen ? ein Recht auf Ernährung und Kleidung für jede/n ohne irgendein “Tierprodukt” ? In jeder Straße, jedem Dorf, jedem Kiosk , jeder Bude, jedem Restaurant ?? “Geht nicht” ! (= “..geht auf die Gewinne der “Tierindustrie”?) – ABER: “Zoophilie verbieten”: DAS GEHT schonmal !
Für die “Veganer”-Bewegung angesichts ihrer realen Macht- und Bedeutungslosigkeit ein “Erfolg” : auf dem Rücken Schwächerer, die keine Lobby haben. Das Morden, Quälen und Schlachten der “Tierindustrie” kann weiter gehen.

Wie war das ? “Der Wert einer Gesellschaft bemißt sich daran, wie sie mit den Schwächsten umgeht…”.

Es ist so wie Jahrhunderte lang bei der Homosexualität: Männer dürfen andere Männer hassen, bekriegen, ermorden, werden dafür hoch dekoriert – nur andere Männer zu lieben, wird bestraft.
Und : Tiere dürfen gejagt, gequält, eingesperrt, lebendig gehäutet, “gezüchtet”, ermordet, geschlachtet werden – nur geliebt werden nicht – das wird bestraft.

Wir lernen daraus: dass Volksverhetzung ungebrochen funktioniert, wie vor 80 Jahren.

Die “Veganer”-Bewegungen – jedenfalls erhebliche Teile davon – haben damit “ihre Unschuld verloren”. Sie scheinen nicht zu realisieren, dass der “Volkszorn”, mit dem sie sich hier verbünden, derselben Provenienz ist wie der von jenen, die auf ihrem “Recht auf Fleisch” bestehen, und sich dieser “Volkszorn” jederzeit auch gegen sie wenden kann.

Schon immer war ja die “Veganer-Bewegung” eine eigentümliche Mischung aus “Anarchos”, wohlhabenden “Konsumkritikern” , zwangs-“friedlichen” und “empfindsamen” Weibern, Kampflesben, verklemmten Pseudo-“Christen” usw.

Die einzige wirkliche Sünde im christlichen Sinne ist jedoch die LIEBLOSigkeit: die Verweigerung gegenüber anderen, ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben in gelingender Weise zu gestalten.
Darin müssen alle Menschen unterstützt werden, es geht also nicht um die Pädo-, Zoo- oder irgendeine andere Sexualität !
Das ist das GENUIN Christliche !

Statt aber mit denjenigen Zoophilen zusammenzuarbeiten, die jenes wollen, und gegen GEWALT in JEDER Form zu kämpfen, wird aus “Moral”-Vorstellungen heraus Zoophile gänzlich diffamiert und ausgegrenzt, und das begünstigt die, welche mächtig und unverfroren genug sind, in dunklen Ställen Gewalt auszuüben.
Es kriminalisiert diejenigen Zoophilen, die mit Tieren zusammenleben, ohne dass irgendein Veterinär irgendwann jemals irgendeinen Schaden bei dem Tier erkennen würde.
Diese Ausgrenzung aller und sämtlicher Zoophiler ist SELBST Gewalt ÜBELSTER Sorte.

Sexualität ist NICHT zur Fortpflanzung da; Fortpflanzung ist höchstens EINE “Funktion” der Sexualität, Sexualität ist grundsätzlich vollkommen ungerichtet, “polymorph”.

Keine Gesellschaft kann ohne Menschen bestehen, die sich permanent in Frage stellen, sich weiter entwickeln, über sich hinaus sehen. Es geht also um MENSCHLICHKEIT, um Anerkennung des MENSCHLICHEN, und das ist EXTREM VIELGESTALTIGER als es sich SPIESSER-Hirne vorstellen wollen.

Doch Spiesser sehen das Problem nicht bei sich, sondern in allem was nicht so ist wie sie selbst.
Wenn sie sich wenigstens daran halten würden, über Dinge zu schweigen, von denen sie keine Ahnung haben !

Ich begreife nicht, wenn z.B. Veganer, die pausenlos der Ignoranz der Aasfresser ausgesetzt sind und eigentlich gelernt haben müßten, wohin Dummheit und Vorurteilsbeladenheit führt, selbst gegenüber allem anderen was ihnen fremd ist, so verurteilend und diffamierend reagieren wie sie es gegenüber sich selbst erleben.

Sie wiederholen nur ständig ihre Werturteile, ohne sich auch nur im Geringsten mit Gegenargumenten zu beschäftigen – exakt so wie Aasfresser, die “Tierprodukte”-Konsum für “natürlich” halten, kein Gegenargument zulassen. und endlos das Gleiche wiederholen.
Veganer/-innen und Tierschützer machen sich selbst unglaubwürdig, wenn sie das entsetzliche millionenfache Morden in Schlachthäusern gleichsetzen mit Zoophilie, was angeblich ebenso “Tierleid” sein oder hervorrufen soll wie Quälen, Mästen, Gefangenhalten, Enthäuten, Schlachten usw.

Wenn man nur eine bestimmte Ansicht gelten lassen und sich mit anderem nicht auseinandersetzen will, hat man das Recht verwirkt, Besseres von anderen zu erwarten, dann darf man sich über die Ignoranz von Aasfressern auch nicht beschweren.

Doch die Folgen dieser Ignoranz sind noch schwerwiegender und weit reichender: Wer irgendeine Sexualität tabuisiert, in´s Abseits drängt und mit Verboten überzieht, der macht sich SCHULDIG an den OPFERN.
Denn gerade Tabuisierung produziert OPFER !
Die Tabuisierung der Pädosexualität z.B. bringt den OPFERN überhaupt NICHTS ! Vielmehr wird dadurch Angst verbreitet, der Diffamierung wird Tür und Tor geöffnet, und GERADE diejenigen, welche GEWALT ausüben, welche uneinsichtig sind, werden dadurch begünstigt.

Offenes Sprechen über Sexualität, unbehinderter Zugang zu Hilfen, Ermutigung, diese in Anspruch zu nehmen, angemessene Behandlung des Themas ohne Hysterie ? Fehlanzeige.

Ich selbst hatte mit Zoophilie nie Berührungspunkte, außer theoretisch in der sexualtherapeutischen Ausbildung, wo das Thema jedoch keine besondere Rolle spielte.
In Erinnerung blieb mir vor allem, dass hier aus krankhaften und gar nicht oder kaum sexuellen Motiven begangene Gewalt-Taten, die mit Zoophilie eben nichts oder nur am Rande zu tun haben – so wie über 90% der so genannten “Kinderschänder” (ein von den Nazis geprägter Begriff) eben keine Pädosexuellen/ Pädophilen sind, sondern aus Machtgelüsten handeln -, eindeutig und unmissverständlich abgegrenzt wurden von Zoophilie.
Des weiteren wurde auf Studien verwiesen wie

http://www.eurobuch.com/buch/isbn/3832200207.html (Andrea Beets), oder http://books.google.de/books/about/Understanding_Bestiality_and_Zoophilia.html?id=F9yAAAAACAAJ&redir_esc=y (Hani Miletski),

woraus eigentlich völlig unmissverständlich die Notwendigkeit einer sehr differenzierten Betrachtung der Zoophilie hervorgeht, welche eine generelle Strafbewehrung ohne Zweifel als völlig unannehmbar verdeutlicht.

Die Haltung von “Anti-Zoos” wirkt als eine unzulässige und komplett von Ahnungslosigkeit gekennzeichnete Verwechslung, Gleichsetzung oder Vermengung von “Tierschutz” mit dem Kampf “gegen Zoophilie” – die wiederum völlig sachfremd mit “Gewalt” gleichgesetzt wird -, und als ein im Zusammenhang mit neo-“konservativem” gesellschaftlichem “Rollback” zu erkennender Versuch, von der Norm abweichendes Sexualverhalten über die Hintertür zu sanktionieren, wie es bereits seit den achtziger Jahren mit der hysterisierten “Missbrauchs”-Debatte im Bereich Pädophilie geschah.

Diese “Missbrauchs”-Debatte übrigens hatte ihren eigentlichen Ausgangspunkt in Untersuchungen in den USA der zweiten Hälfte der 1970er Jahre, als unter den Regierungen Ford und Carter eine extreme Ausbreitung häuslicher Gewalt insbesondere gegen Kinder, sowie Frauen, festgestellt, und dies als “feministisches”, “frauenrechtlerisches” Thema behandelt wurde.

Mit der “neo-konservativen” Reagan-Regierung wurden solche Untersuchungen – da die häusliche Gewalt gerade in “konservativen” (republikanischen) Milieus festgestellt worden war ? – für unerwünscht erklärt bzw. umgedeutet, es wurde von den Ausübenden der häuslichen Gewalt und der in den Untersuchungen festgestellten strukturellen gesellschaftlichen Gewalt abgelenkt, auf “Kinderschänder”, und auf Pädophile, die jedoch nur für einen winzigen Bruchteil der Gewalt gegenüber Abhängigen verantwortlich sind ?

Fördergelder für weitere Untersuchungen wurden nur noch gewährt, wenn “gegen Perverse” (sprich: Pädophilie) das Augenmerk gelegt, und von der gesellschaftlichen Gewalt der republikanischen Stammwählerschaft abgesehen würde…
Auf diese Weise kam es zu einer merkwürdigen Allianz zwischen eigentlich “liberalen”, “progressiven” Feministinnen und ihren krassen politischen Gegnern der Republikaner ?
Katharina Rutschky – in “Erregte Aufklärung” (1992) – und andere haben diese Zusammenhänge später aufgedeckt und kritisiert.

Eben dies erinnert fatal an die Allianz heutiger ach-so-“friedlicher”, “kritischer” “Tierschützer” und “Tierrechtler” – welche der professionellen extremen Gewalt der “Tierindustrie” gegen Tiere entgegenstehen -, mit den “Konservativen”, die der “Tierindustrie” im Krieg gegen Mensch, Natur und Tierwelt massive Subventionen zuschieben, und von der politischen Un-Kultur à la Blöd-Zeitung profitieren, die dem Veganismus ablehnend bis bestenfalls als “Geschmacks”-Sache und zu einer Auffassung als “Exotismus” gegenübersteht.

In diesen Zusammenhängen sind die demagogischen Aufmärsche von “Anti-Zoos” zu sehen: sie betätigen sich – gewollt, bewußt oder ungewollt und unbewusst – de facto als nützliche Idioten, um von der krassen realen milliardenfachen gesellschaftlichen und strukturellen Gewalt gegen Tiere und Menschen abzulenken, und Zoophile als Sündenböcke aufzubauen, die “Pferderippern” oder “Tierschändern” gleichzusetzen seien.

Statt eines RECHTS und für jedermann kostengünstig garantierten Zugangs auf tierleid-freie rein pflanzliche Ernährung kämpfen solche “Tierrechtler” für das UNRECHT der generellen Entrechtung und Bestrafung Zoophiler – so wie etliche selbst ernannte Anti-“Missbrauchs”-Kämpfer nicht für das RECHT für Kinder auf Aufklärung, Selbstbestimmung und für deren eigene Rechte kämpfen, nicht für die Abschaffung des überflüssigen speziellen Sexual-Strafrechts, nicht gegen wirkliche Gewalt, nicht für wirksamen Opferschutz, wirksame gesamt-gesellschaftliche Prävention, sondern für “höhere Strafen” – gegen die, welche nur für einen Bruchteil der realen Gewalt verantwortlich sind ?

Es geht ihnen, zumindest in der Wirkung, eben NICHT um die OPFER, nicht um die Wahrnehmung der gesamten Realität und wie man dieser so umfassend und angemessen wie möglich begegnet, sondern um sich selbst, um ihre “Moral” und “Überzeugung”?

Entweder ist oder wirkt diese Behauptung und Haltung unbewußt und naiv gegen gesellschaftlich und politisch fortschrittliche und aufklärerische Kräfte – oder diese “Bewegung” ist von bewußt und erklärt REAKTIONÄREN Kräften besetzt und/oder geleitet, die offen oder heimlich – weil “man ja nicht sagen darf, was viele denken”, “wegen des `linken Mainstreams´” usw. – gegen gesellschaftlichen Fortschritt sind, und die “Tierschutz”-Bewegung bewußt und gezielt mit konservativen bis reaktionären und anti-aufklärerischen Inhalten verknüpfen möchten…

Es mag vielleicht auch schwer sein für viele dieser “Bewegung”, ihren Irrweg als solchen zu erkennen – da sie subjektiv gute Absichten (zu) verfolgen (glauben) – es soll hier jedoch de facto ziemlich eindeutig, und klassisch – im schlechtesten missverstandensten Sinne – “konservativ” eine ungeprüfte “Sozialmoral”, die der Systemstabilisierung (System-Konservierung) dient – dem System, das jährlich u.a. Milliarden Tiere auf dem Gewissen hat und unzählige Menschen ausbeutet ? ! – , auf dem Wege des Strafrechtes durchgesetzt werden.

— Deshalb steht diese “Anti-Zoo-Bewegung” eindeutig NICHT auf der Seite der Tier- und Menschenrechte ?! —

Unter den damit befassten Wissenschaftlern bestand dabei stets eine klare Einigkeit darüber, dass eine generelle Strafbarkeit von Zoophilie nicht angemessen sei und nicht begründet werden könne, teilweise jedoch war und ist diese dennoch eindeutige Haltung insofern widersprüchlich, als Zoophilie zu den “Paraphilien” eingeordnet wurde, obwohl es wissenschaftlich belegte klare Hinweise darauf gibt (sh. oben), dass Zoophilie genau wie zum Beispiel Hetero- oder Homosexualität eine “echte sexuelle Orientierung” darstelle.

Die Fähigkeit zu solcher Differenzierung scheint jedoch den meisten so genannten “Anti-Zoos” völlig abzugehen: sie scheinen selbst aus krankhaft anmutenden Motiven zu handeln ?
Ich bin fassungslos darüber, dass krankhaft, geistig und seelisch beschränkt agierende Menschen, die rationaler und differenzierter Betrachtung nicht zugänglich erscheinen, die Gesetzgebung beeinflussen sollen.

Solche Leute scheinen ungebrochen einer unaufgeklärten Vorstellung von “Normal”ität anzuhängen, die es nicht gibt. Das sexuelle Verlangen ist grundsätzlich unspezifisch, und kann sich auf alles mögliche richten, auch z.B. Gegenstände oder nicht-menschliche Lebewesen: entscheidend ist der *Umgang* damit.

Ein Umgang mit Zoophilen, der sie unweigerlich in eine Verteidigungshaltung bringt, der Gewalttaten an und (sexuelle) Zuneigung zu Tieren vollkommen undifferenziert in einen Topf wirft, ist wiederum nicht nur kein akzeptabler Umgang mit Menschen, sondern demagogisch und rechtswidrig…
…abgesehen von anderen Widersprüchen: wie z.B. eigentlich Tierrechte begründet werden sollen, wenn Tiere andererseits generell als “hilflos”, “schutzbedürftig” oder “unmündig” aufgefasst, und ihnen Rechte – in letztlich ziemlich spezieistischer Weise – ja gerade abgesprochen werden sollen –
Widersprüche, an deren Aufklärung “Anti-Zoos” nicht interessiert u./o. wozu sie nicht fähig, die als Widersprüche zu erkennen sie gar nicht in der Lage zu sein scheinen.

Auch wer ohne jegliche sexuelle Motive mit Tieren umgeht, kann doch erkennen und bestätigen, dass Tiere ohne jeden Zweifel und außerordentlich deutlich ihren Willen deutlich zu machen in der Lage sind, sie sind nicht “unmündig” oder “hilflos” – sie werden höchstens hilflos *gemacht*: von Gewalttätern ebenso wie von denen, die ihnen gewaltsam jede Möglichkeit zu oder jedes Interesse an sexueller Betätigung außerhalb ihrer Gattung oder Art absprechen wollen und zumindest teilweise eine Art “Heidi”- oder “Bambi”-Vorstellung von Tieren zu haben scheinen.

Hilflos gemacht oder gewaltsam behandelt werden allerdings auch viele Menschen – und viele realisieren es nicht einmal, oder lassen es sich gefallen, sie “richten sich ein” ? ja, viele Menschen erscheinen unmündiger als manche Tiere ?

Wenn “Anti-Zoos” sich (mehr) mit dieser eklatanten Unmündigkeit unzähliger Menschen beschäftigen und *da*gegen streiten würden, bekämen sie womöglich auch eine andere Sichtweise auf die Zoophilie?
Ihre Diffamierungskampagnen erscheinen vielfach aber wie eine Ersatzhandlung, sie dichten auch in die Tiere etwas hinein, das nicht real scheint, das auch als Folge einer “(Ent-)Täuschung” über Menschen erscheint, die sie vielfach ebensowenig klar wahrzunehmen scheinen wie Tiere ?

Vor allem aber fallen ihre Urteile über “die Menschen” und ihre Verbrechen und Uneinsichtigkeit auf sie selbst zurück: sie behandeln Zoophile so abwertend und entseelend wie es die meisten Menschen gegenüber Tieren tun ?
Sie beteiligen sich an HETZJAGDEN gegen zoophile Menschen, wie Jäger Wildschweine oder Hirsche jagen.

Ich kann es nicht nachvollziehen, dass eine Gesellschaft, die Kinder in Gefängnisse (“Schulen”) steckt, sie in grauen Städten in wachsender Armut aufwachsen läßt, ihnen grundsätzlich Rechte und Interventionszugänge vorenthält, diese allermassivste strukturelle Gewalt gegenüber Kindern nicht wahrnimmt, stattdessen aber Jagd auf “Kinderschänder” macht, diese mit Pädophilen gleichsetzt, und permanent aufgrund einer solchen Gleichsetzung des “Volkszorns” die “Strafen verschärft” – während dies dem wirklichen Schutz wirklicher Opfer, der Prävention und der seelischen Stärkung von Kindern NIRGENDS dient ! ?
… da ja mit der Ersatzhandlung der inhumanen Jagd auf “Kinderschänder” übersehen wird, dass über 90% sexualisierter Gewalt *Beziehungs*taten sind, nicht von “bösen fremden” Männern oder Frauen begangen, sondern von Menschen, die *Macht*strukturen ausnutzen und meist gar nicht pädophil/pädosexuell sind, sondern machtgeil – von anderen Fakten abgesehen, die in jedem Einzelfall völlig unterschiedlich sein können, und denen nur partiell mit dem Strafrecht begegnet werden kann.

Eine solche Differenzierung aber verlangt den Menschen, den Bürgern, die vorgeben, “mündig” sein zu wollen, sehr viel ab – und damit kann man nicht auf Stimmenfang gehen.

Wer aber mit denselben “mündigen” Bürgern des “Volks(-Zorns)” paktiert, die sich in mdst. 95% der Fälle z.B. jegliche “Bevormundung” verbitten, was ihre “Essgewohnheiten”, das Aasfressen, angeht, und die jede Bewusstseinsbildung und Verantwortung dazu ablehnen, was Berechtigung, Bedingungen und Folgen des Aaskonsums angeht, um mit ihnen mit Schaum vor´m Mund “gegen Zoophile” zu hetzen, der erscheint leider vor allem als extrem unglaubwürdig.

Veganer, die z.B. ihre “Haustiere” vegan ernähren, werden von etlichen Aasfressern und auch vielen Veganern ohne Grund gehasst, denn – auch wenn es schwierig zu realisieren ist – es *gibt* ja viele vegan ernährte gesunde Tiere, bis in´s hohe Alter.?Doch deren Halter werden dennoch als “Tierquäler” beschimpft, es soll einfach nicht sein dürfen, dass vegane Ernährung bei “Haustieren” möglich ist.
Doch wenn dann genau solche Veganer, die ihre Tiere vegan ernähren, die jeden Tag sehen wie gut es ihren Tieren damit geht, die aber unter dem Hass von Ignoranten leiden, wiederum Zoophilen pauschal absprechen, dass sie beurteilen könnten ob es einem Tier bei der Sexualität mit ihnen gut geht oder nicht, dann fasse ich mich an den Kopf darüber, dass diese Veganer nichts aus den Hasstiraden von “Anti-Veganern” gelernt haben und in genau derselben Ignoranz, mit genau demselben Hass zu “Anti-Zoos” werden.
Auch für diese “Anti-Zoos” soll einfach nicht sein dürfen, was doch offensichtlich ist: dass es gelingende oder akzeptable sexuelle Beziehungen zwischen Mensch und Tier *gibt*.?Doch sie leugnen das einfach so wie “Anti-Veganer” leugnen, dass es gesunde vegan ernährte Tiere gibt, und dass diesen Tieren das gefällt.
Sie tun so als ob Zoophile dabei die Gewalt leugnen würden, die Tieren auch durch sexuelle Akte angetan wird, die jedoch meist gar nicht zoophil motiviert ist, sondern z.B. durch Machtgelüste.
Und dann gibt es wiederum Zoophile, die sich auf Kosten Pädophiler abgrenzen, und die gängigen Mythen, Lügen und Hysterien gegenüber Pädophilen mitmachen, um “Punkte zu sammeln”.
Offenbar begreifen sie alle nicht, dass sie alle derselben Ignoranz, Selbstgerechtigkeit und Hasserfülltheit erliegen – die *jeden* treffen kann, auch wenn er noch so “ordentlich”, “rechtschaffen” oder “bürgerlich” lebt.?
Doch offenbar brauchen sie alle das Gefühl, sich als “etwas Besseres” zu sehen, und andere zu “Monstern” zu erklären und ihnen grundsätzlich Lebens- und Liebesrecht abzusprechen – solange bis sie selbst dran sind damit, dass sich dieses faschistoide Lebensgefühl gegen sie richtet.
Mich erinnert das nur an den Satz von Einstein ?Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.?