DREI ABHANDLUNGEN zu Zoophilie, Kultur und Gesellschaft (Teil 01) — — Volksverhetzung funktioniert, wie immer …

DREI ABHANDLUNGEN zu Zoophilie, Kultur und Gesellschaft (Teil 01):
< VOLKSVERHETZUNG FUNKTIONIERT, WIE IMMER >

Ab sofort möchte ich nicht mehr “Veganer” genannt werden.

Gut, ich war es so “richtig” ohnehin nie. Alle “In-Groups”, in denen irgendwelche Menschen sich wegen irgendetwas gegenseitig selbst bestätigen, lösen ohnehin nur Abwehr, Würgreiz und Fluchtimpulse bei mir aus.
Ich habe mich immer nur pflanzlich ernährt, weil ich nach aller Prüfung nichts fand, das in irgendeiner Weise dafür sprach, dass der Mensch “Fleischfresser” oder “Allesfresser” sein soll.
Warum ich aber deshalb mit “Veganern” eine innige Verbindung suchen sollte, war mir nie klar.

Jetzt noch weniger.
Seit 1969 war Zoophilie grundsätzlich straffrei – Tierquälerei oder (sexualisierte) Gewalt natürlich nicht. Doch seit geraumer Zeit verwischen “Veganer”, die ansonsten pausenlos Aasfresser darüber aufklären wollen, warum kein Mensch “Tierprodukte” braucht, in eklatant anti-aufklärerischer Weise die Grenzen zwischen Zoophilie und Gewalt bzw. Tierquälerei.
Sie ziehen mit Photos von angeblich “aus sexuellen Motiven” misshandelten und verletzten Tieren bei “Demos” durch Innenstädte, und suggerieren, dass Zoophile durchweg “Pferderipper” und Gewalttäter seien.

Das ist so, als ob jemand, der Heterosexualität – oder vielleicht am besten gleich alle Sexualität ? – “brandmarken” wollte, durch Innenstädte mit Photos von grün und blau geschlagenen Opfern von “Beziehungstaten” zöge, um zu schreien: “Seht, wohin (Hetero-)Sexualität führt !!”.
Es sind ja – bekanntlich – alles “erwachsene” und “mündige” Menschen, die sich in (solchen) “Beziehungen” verlieren. Nur Tiere sind ja – bekanntlich -“schwach” und “unmündig”, sie können – bekanntlich – ihren Willen nicht deutlich machen. Das sagen jedenfalls die gleichen Leute, die permanent von “Tierrechten” reden: Rechte also für Wesen, die gar keinen Willen haben ? Rechte also worauf denn dann, bitte ?
Aber die Frage ist nur rhetorisch: Rechte natürlich auf alles das, was “Tierrechtler” als “richtig” bekunden oder behaupten, und diese zwingen natürlich niemals irgendwelchen Tieren ihren Willen auf, nein, das tun ja nur Zoophile.

Keine Gesellschaft schafft es, Kindern ausreichend und generell Schutz zur Selbstentfaltung zu geben, Kinderrechte gibt es nicht – nur “Elternwillen” -, der Anteil verwahrloster Kinder, die “Kinderarmut” steigt ständig – dagegen wird nichts getan, “ist die Gesellschaft machtlos” ? aber “höhere Strafen für `Kinderschänder´ ” ? Das geht immer, das machen wir schon mal, damit “schützen” wir Kinder.

Ebenso ist – bekanntlich – “die Gesellschaft machtlos” gegen “Rinderbarone”, Legebatterien, Schlachthäuser, Pelzfarmen ? ein Recht auf Ernährung und Kleidung für jede/n ohne irgendein “Tierprodukt” ? In jeder Straße, jedem Dorf, jedem Kiosk , jeder Bude, jedem Restaurant ?? “Geht nicht” ! (= “..geht auf die Gewinne der “Tierindustrie”?) – ABER: “Zoophilie verbieten”: DAS GEHT schonmal !
Für die “Veganer”-Bewegung angesichts ihrer realen Macht- und Bedeutungslosigkeit ein “Erfolg” : auf dem Rücken Schwächerer, die keine Lobby haben. Das Morden, Quälen und Schlachten der “Tierindustrie” kann weiter gehen.

Wie war das ? “Der Wert einer Gesellschaft bemißt sich daran, wie sie mit den Schwächsten umgeht…”.

Es ist so wie Jahrhunderte lang bei der Homosexualität: Männer dürfen andere Männer hassen, bekriegen, ermorden, werden dafür hoch dekoriert – nur andere Männer zu lieben, wird bestraft.
Und : Tiere dürfen gejagt, gequält, eingesperrt, lebendig gehäutet, “gezüchtet”, ermordet, geschlachtet werden – nur geliebt werden nicht – das wird bestraft.

Wir lernen daraus: dass Volksverhetzung ungebrochen funktioniert, wie vor 80 Jahren.

Die “Veganer”-Bewegungen – jedenfalls erhebliche Teile davon – haben damit “ihre Unschuld verloren”. Sie scheinen nicht zu realisieren, dass der “Volkszorn”, mit dem sie sich hier verbünden, derselben Provenienz ist wie der von jenen, die auf ihrem “Recht auf Fleisch” bestehen, und sich dieser “Volkszorn” jederzeit auch gegen sie wenden kann.

Schon immer war ja die “Veganer-Bewegung” eine eigentümliche Mischung aus “Anarchos”, wohlhabenden “Konsumkritikern” , zwangs-“friedlichen” und “empfindsamen” Weibern, Kampflesben, verklemmten Pseudo-“Christen” usw.

Die einzige wirkliche Sünde im christlichen Sinne ist jedoch die LIEBLOSigkeit: die Verweigerung gegenüber anderen, ihnen die Möglichkeit zu geben, ihr Leben in gelingender Weise zu gestalten.
Darin müssen alle Menschen unterstützt werden, es geht also nicht um die Pädo-, Zoo- oder irgendeine andere Sexualität !
Das ist das GENUIN Christliche !

Statt aber mit denjenigen Zoophilen zusammenzuarbeiten, die jenes wollen, und gegen GEWALT in JEDER Form zu kämpfen, wird aus “Moral”-Vorstellungen heraus Zoophile gänzlich diffamiert und ausgegrenzt, und das begünstigt die, welche mächtig und unverfroren genug sind, in dunklen Ställen Gewalt auszuüben.
Es kriminalisiert diejenigen Zoophilen, die mit Tieren zusammenleben, ohne dass irgendein Veterinär irgendwann jemals irgendeinen Schaden bei dem Tier erkennen würde.
Diese Ausgrenzung aller und sämtlicher Zoophiler ist SELBST Gewalt ÜBELSTER Sorte.

Sexualität ist NICHT zur Fortpflanzung da; Fortpflanzung ist höchstens EINE “Funktion” der Sexualität, Sexualität ist grundsätzlich vollkommen ungerichtet, “polymorph”.

Keine Gesellschaft kann ohne Menschen bestehen, die sich permanent in Frage stellen, sich weiter entwickeln, über sich hinaus sehen. Es geht also um MENSCHLICHKEIT, um Anerkennung des MENSCHLICHEN, und das ist EXTREM VIELGESTALTIGER als es sich SPIESSER-Hirne vorstellen wollen.

Doch Spiesser sehen das Problem nicht bei sich, sondern in allem was nicht so ist wie sie selbst.
Wenn sie sich wenigstens daran halten würden, über Dinge zu schweigen, von denen sie keine Ahnung haben !

Ich begreife nicht, wenn z.B. Veganer, die pausenlos der Ignoranz der Aasfresser ausgesetzt sind und eigentlich gelernt haben müßten, wohin Dummheit und Vorurteilsbeladenheit führt, selbst gegenüber allem anderen was ihnen fremd ist, so verurteilend und diffamierend reagieren wie sie es gegenüber sich selbst erleben.

Sie wiederholen nur ständig ihre Werturteile, ohne sich auch nur im Geringsten mit Gegenargumenten zu beschäftigen – exakt so wie Aasfresser, die “Tierprodukte”-Konsum für “natürlich” halten, kein Gegenargument zulassen. und endlos das Gleiche wiederholen.
Veganer/-innen und Tierschützer machen sich selbst unglaubwürdig, wenn sie das entsetzliche millionenfache Morden in Schlachthäusern gleichsetzen mit Zoophilie, was angeblich ebenso “Tierleid” sein oder hervorrufen soll wie Quälen, Mästen, Gefangenhalten, Enthäuten, Schlachten usw.

Wenn man nur eine bestimmte Ansicht gelten lassen und sich mit anderem nicht auseinandersetzen will, hat man das Recht verwirkt, Besseres von anderen zu erwarten, dann darf man sich über die Ignoranz von Aasfressern auch nicht beschweren.

Doch die Folgen dieser Ignoranz sind noch schwerwiegender und weit reichender: Wer irgendeine Sexualität tabuisiert, in´s Abseits drängt und mit Verboten überzieht, der macht sich SCHULDIG an den OPFERN.
Denn gerade Tabuisierung produziert OPFER !
Die Tabuisierung der Pädosexualität z.B. bringt den OPFERN überhaupt NICHTS ! Vielmehr wird dadurch Angst verbreitet, der Diffamierung wird Tür und Tor geöffnet, und GERADE diejenigen, welche GEWALT ausüben, welche uneinsichtig sind, werden dadurch begünstigt.

Offenes Sprechen über Sexualität, unbehinderter Zugang zu Hilfen, Ermutigung, diese in Anspruch zu nehmen, angemessene Behandlung des Themas ohne Hysterie ? Fehlanzeige.

Ich selbst hatte mit Zoophilie nie Berührungspunkte, außer theoretisch in der sexualtherapeutischen Ausbildung, wo das Thema jedoch keine besondere Rolle spielte.
In Erinnerung blieb mir vor allem, dass hier aus krankhaften und gar nicht oder kaum sexuellen Motiven begangene Gewalt-Taten, die mit Zoophilie eben nichts oder nur am Rande zu tun haben – so wie über 90% der so genannten “Kinderschänder” (ein von den Nazis geprägter Begriff) eben keine Pädosexuellen/ Pädophilen sind, sondern aus Machtgelüsten handeln -, eindeutig und unmissverständlich abgegrenzt wurden von Zoophilie.
Des weiteren wurde auf Studien verwiesen wie

http://www.eurobuch.com/buch/isbn/3832200207.html (Andrea Beets), oder http://books.google.de/books/about/Understanding_Bestiality_and_Zoophilia.html?id=F9yAAAAACAAJ&redir_esc=y (Hani Miletski),

woraus eigentlich völlig unmissverständlich die Notwendigkeit einer sehr differenzierten Betrachtung der Zoophilie hervorgeht, welche eine generelle Strafbewehrung ohne Zweifel als völlig unannehmbar verdeutlicht.

Die Haltung von “Anti-Zoos” wirkt als eine unzulässige und komplett von Ahnungslosigkeit gekennzeichnete Verwechslung, Gleichsetzung oder Vermengung von “Tierschutz” mit dem Kampf “gegen Zoophilie” – die wiederum völlig sachfremd mit “Gewalt” gleichgesetzt wird -, und als ein im Zusammenhang mit neo-“konservativem” gesellschaftlichem “Rollback” zu erkennender Versuch, von der Norm abweichendes Sexualverhalten über die Hintertür zu sanktionieren, wie es bereits seit den achtziger Jahren mit der hysterisierten “Missbrauchs”-Debatte im Bereich Pädophilie geschah.

Diese “Missbrauchs”-Debatte übrigens hatte ihren eigentlichen Ausgangspunkt in Untersuchungen in den USA der zweiten Hälfte der 1970er Jahre, als unter den Regierungen Ford und Carter eine extreme Ausbreitung häuslicher Gewalt insbesondere gegen Kinder, sowie Frauen, festgestellt, und dies als “feministisches”, “frauenrechtlerisches” Thema behandelt wurde.

Mit der “neo-konservativen” Reagan-Regierung wurden solche Untersuchungen – da die häusliche Gewalt gerade in “konservativen” (republikanischen) Milieus festgestellt worden war ? – für unerwünscht erklärt bzw. umgedeutet, es wurde von den Ausübenden der häuslichen Gewalt und der in den Untersuchungen festgestellten strukturellen gesellschaftlichen Gewalt abgelenkt, auf “Kinderschänder”, und auf Pädophile, die jedoch nur für einen winzigen Bruchteil der Gewalt gegenüber Abhängigen verantwortlich sind ?

Fördergelder für weitere Untersuchungen wurden nur noch gewährt, wenn “gegen Perverse” (sprich: Pädophilie) das Augenmerk gelegt, und von der gesellschaftlichen Gewalt der republikanischen Stammwählerschaft abgesehen würde…
Auf diese Weise kam es zu einer merkwürdigen Allianz zwischen eigentlich “liberalen”, “progressiven” Feministinnen und ihren krassen politischen Gegnern der Republikaner ?
Katharina Rutschky – in “Erregte Aufklärung” (1992) – und andere haben diese Zusammenhänge später aufgedeckt und kritisiert.

Eben dies erinnert fatal an die Allianz heutiger ach-so-“friedlicher”, “kritischer” “Tierschützer” und “Tierrechtler” – welche der professionellen extremen Gewalt der “Tierindustrie” gegen Tiere entgegenstehen -, mit den “Konservativen”, die der “Tierindustrie” im Krieg gegen Mensch, Natur und Tierwelt massive Subventionen zuschieben, und von der politischen Un-Kultur à la Blöd-Zeitung profitieren, die dem Veganismus ablehnend bis bestenfalls als “Geschmacks”-Sache und zu einer Auffassung als “Exotismus” gegenübersteht.

In diesen Zusammenhängen sind die demagogischen Aufmärsche von “Anti-Zoos” zu sehen: sie betätigen sich – gewollt, bewußt oder ungewollt und unbewusst – de facto als nützliche Idioten, um von der krassen realen milliardenfachen gesellschaftlichen und strukturellen Gewalt gegen Tiere und Menschen abzulenken, und Zoophile als Sündenböcke aufzubauen, die “Pferderippern” oder “Tierschändern” gleichzusetzen seien.

Statt eines RECHTS und für jedermann kostengünstig garantierten Zugangs auf tierleid-freie rein pflanzliche Ernährung kämpfen solche “Tierrechtler” für das UNRECHT der generellen Entrechtung und Bestrafung Zoophiler – so wie etliche selbst ernannte Anti-“Missbrauchs”-Kämpfer nicht für das RECHT für Kinder auf Aufklärung, Selbstbestimmung und für deren eigene Rechte kämpfen, nicht für die Abschaffung des überflüssigen speziellen Sexual-Strafrechts, nicht gegen wirkliche Gewalt, nicht für wirksamen Opferschutz, wirksame gesamt-gesellschaftliche Prävention, sondern für “höhere Strafen” – gegen die, welche nur für einen Bruchteil der realen Gewalt verantwortlich sind ?

Es geht ihnen, zumindest in der Wirkung, eben NICHT um die OPFER, nicht um die Wahrnehmung der gesamten Realität und wie man dieser so umfassend und angemessen wie möglich begegnet, sondern um sich selbst, um ihre “Moral” und “Überzeugung”?

Entweder ist oder wirkt diese Behauptung und Haltung unbewußt und naiv gegen gesellschaftlich und politisch fortschrittliche und aufklärerische Kräfte – oder diese “Bewegung” ist von bewußt und erklärt REAKTIONÄREN Kräften besetzt und/oder geleitet, die offen oder heimlich – weil “man ja nicht sagen darf, was viele denken”, “wegen des `linken Mainstreams´” usw. – gegen gesellschaftlichen Fortschritt sind, und die “Tierschutz”-Bewegung bewußt und gezielt mit konservativen bis reaktionären und anti-aufklärerischen Inhalten verknüpfen möchten…

Es mag vielleicht auch schwer sein für viele dieser “Bewegung”, ihren Irrweg als solchen zu erkennen – da sie subjektiv gute Absichten (zu) verfolgen (glauben) – es soll hier jedoch de facto ziemlich eindeutig, und klassisch – im schlechtesten missverstandensten Sinne – “konservativ” eine ungeprüfte “Sozialmoral”, die der Systemstabilisierung (System-Konservierung) dient – dem System, das jährlich u.a. Milliarden Tiere auf dem Gewissen hat und unzählige Menschen ausbeutet ? ! – , auf dem Wege des Strafrechtes durchgesetzt werden.

— Deshalb steht diese “Anti-Zoo-Bewegung” eindeutig NICHT auf der Seite der Tier- und Menschenrechte ?! —

Unter den damit befassten Wissenschaftlern bestand dabei stets eine klare Einigkeit darüber, dass eine generelle Strafbarkeit von Zoophilie nicht angemessen sei und nicht begründet werden könne, teilweise jedoch war und ist diese dennoch eindeutige Haltung insofern widersprüchlich, als Zoophilie zu den “Paraphilien” eingeordnet wurde, obwohl es wissenschaftlich belegte klare Hinweise darauf gibt (sh. oben), dass Zoophilie genau wie zum Beispiel Hetero- oder Homosexualität eine “echte sexuelle Orientierung” darstelle.

Die Fähigkeit zu solcher Differenzierung scheint jedoch den meisten so genannten “Anti-Zoos” völlig abzugehen: sie scheinen selbst aus krankhaft anmutenden Motiven zu handeln ?
Ich bin fassungslos darüber, dass krankhaft, geistig und seelisch beschränkt agierende Menschen, die rationaler und differenzierter Betrachtung nicht zugänglich erscheinen, die Gesetzgebung beeinflussen sollen.

Solche Leute scheinen ungebrochen einer unaufgeklärten Vorstellung von “Normal”ität anzuhängen, die es nicht gibt. Das sexuelle Verlangen ist grundsätzlich unspezifisch, und kann sich auf alles mögliche richten, auch z.B. Gegenstände oder nicht-menschliche Lebewesen: entscheidend ist der *Umgang* damit.

Ein Umgang mit Zoophilen, der sie unweigerlich in eine Verteidigungshaltung bringt, der Gewalttaten an und (sexuelle) Zuneigung zu Tieren vollkommen undifferenziert in einen Topf wirft, ist wiederum nicht nur kein akzeptabler Umgang mit Menschen, sondern demagogisch und rechtswidrig…
…abgesehen von anderen Widersprüchen: wie z.B. eigentlich Tierrechte begründet werden sollen, wenn Tiere andererseits generell als “hilflos”, “schutzbedürftig” oder “unmündig” aufgefasst, und ihnen Rechte – in letztlich ziemlich spezieistischer Weise – ja gerade abgesprochen werden sollen –
Widersprüche, an deren Aufklärung “Anti-Zoos” nicht interessiert u./o. wozu sie nicht fähig, die als Widersprüche zu erkennen sie gar nicht in der Lage zu sein scheinen.

Auch wer ohne jegliche sexuelle Motive mit Tieren umgeht, kann doch erkennen und bestätigen, dass Tiere ohne jeden Zweifel und außerordentlich deutlich ihren Willen deutlich zu machen in der Lage sind, sie sind nicht “unmündig” oder “hilflos” – sie werden höchstens hilflos *gemacht*: von Gewalttätern ebenso wie von denen, die ihnen gewaltsam jede Möglichkeit zu oder jedes Interesse an sexueller Betätigung außerhalb ihrer Gattung oder Art absprechen wollen und zumindest teilweise eine Art “Heidi”- oder “Bambi”-Vorstellung von Tieren zu haben scheinen.

Hilflos gemacht oder gewaltsam behandelt werden allerdings auch viele Menschen – und viele realisieren es nicht einmal, oder lassen es sich gefallen, sie “richten sich ein” ? ja, viele Menschen erscheinen unmündiger als manche Tiere ?

Wenn “Anti-Zoos” sich (mehr) mit dieser eklatanten Unmündigkeit unzähliger Menschen beschäftigen und *da*gegen streiten würden, bekämen sie womöglich auch eine andere Sichtweise auf die Zoophilie?
Ihre Diffamierungskampagnen erscheinen vielfach aber wie eine Ersatzhandlung, sie dichten auch in die Tiere etwas hinein, das nicht real scheint, das auch als Folge einer “(Ent-)Täuschung” über Menschen erscheint, die sie vielfach ebensowenig klar wahrzunehmen scheinen wie Tiere ?

Vor allem aber fallen ihre Urteile über “die Menschen” und ihre Verbrechen und Uneinsichtigkeit auf sie selbst zurück: sie behandeln Zoophile so abwertend und entseelend wie es die meisten Menschen gegenüber Tieren tun ?
Sie beteiligen sich an HETZJAGDEN gegen zoophile Menschen, wie Jäger Wildschweine oder Hirsche jagen.

Ich kann es nicht nachvollziehen, dass eine Gesellschaft, die Kinder in Gefängnisse (“Schulen”) steckt, sie in grauen Städten in wachsender Armut aufwachsen läßt, ihnen grundsätzlich Rechte und Interventionszugänge vorenthält, diese allermassivste strukturelle Gewalt gegenüber Kindern nicht wahrnimmt, stattdessen aber Jagd auf “Kinderschänder” macht, diese mit Pädophilen gleichsetzt, und permanent aufgrund einer solchen Gleichsetzung des “Volkszorns” die “Strafen verschärft” – während dies dem wirklichen Schutz wirklicher Opfer, der Prävention und der seelischen Stärkung von Kindern NIRGENDS dient ! ?
… da ja mit der Ersatzhandlung der inhumanen Jagd auf “Kinderschänder” übersehen wird, dass über 90% sexualisierter Gewalt *Beziehungs*taten sind, nicht von “bösen fremden” Männern oder Frauen begangen, sondern von Menschen, die *Macht*strukturen ausnutzen und meist gar nicht pädophil/pädosexuell sind, sondern machtgeil – von anderen Fakten abgesehen, die in jedem Einzelfall völlig unterschiedlich sein können, und denen nur partiell mit dem Strafrecht begegnet werden kann.

Eine solche Differenzierung aber verlangt den Menschen, den Bürgern, die vorgeben, “mündig” sein zu wollen, sehr viel ab – und damit kann man nicht auf Stimmenfang gehen.

Wer aber mit denselben “mündigen” Bürgern des “Volks(-Zorns)” paktiert, die sich in mdst. 95% der Fälle z.B. jegliche “Bevormundung” verbitten, was ihre “Essgewohnheiten”, das Aasfressen, angeht, und die jede Bewusstseinsbildung und Verantwortung dazu ablehnen, was Berechtigung, Bedingungen und Folgen des Aaskonsums angeht, um mit ihnen mit Schaum vor´m Mund “gegen Zoophile” zu hetzen, der erscheint leider vor allem als extrem unglaubwürdig.

Veganer, die z.B. ihre “Haustiere” vegan ernähren, werden von etlichen Aasfressern und auch vielen Veganern ohne Grund gehasst, denn – auch wenn es schwierig zu realisieren ist – es *gibt* ja viele vegan ernährte gesunde Tiere, bis in´s hohe Alter.?Doch deren Halter werden dennoch als “Tierquäler” beschimpft, es soll einfach nicht sein dürfen, dass vegane Ernährung bei “Haustieren” möglich ist.
Doch wenn dann genau solche Veganer, die ihre Tiere vegan ernähren, die jeden Tag sehen wie gut es ihren Tieren damit geht, die aber unter dem Hass von Ignoranten leiden, wiederum Zoophilen pauschal absprechen, dass sie beurteilen könnten ob es einem Tier bei der Sexualität mit ihnen gut geht oder nicht, dann fasse ich mich an den Kopf darüber, dass diese Veganer nichts aus den Hasstiraden von “Anti-Veganern” gelernt haben und in genau derselben Ignoranz, mit genau demselben Hass zu “Anti-Zoos” werden.
Auch für diese “Anti-Zoos” soll einfach nicht sein dürfen, was doch offensichtlich ist: dass es gelingende oder akzeptable sexuelle Beziehungen zwischen Mensch und Tier *gibt*.?Doch sie leugnen das einfach so wie “Anti-Veganer” leugnen, dass es gesunde vegan ernährte Tiere gibt, und dass diesen Tieren das gefällt.
Sie tun so als ob Zoophile dabei die Gewalt leugnen würden, die Tieren auch durch sexuelle Akte angetan wird, die jedoch meist gar nicht zoophil motiviert ist, sondern z.B. durch Machtgelüste.
Und dann gibt es wiederum Zoophile, die sich auf Kosten Pädophiler abgrenzen, und die gängigen Mythen, Lügen und Hysterien gegenüber Pädophilen mitmachen, um “Punkte zu sammeln”.
Offenbar begreifen sie alle nicht, dass sie alle derselben Ignoranz, Selbstgerechtigkeit und Hasserfülltheit erliegen – die *jeden* treffen kann, auch wenn er noch so “ordentlich”, “rechtschaffen” oder “bürgerlich” lebt.?
Doch offenbar brauchen sie alle das Gefühl, sich als “etwas Besseres” zu sehen, und andere zu “Monstern” zu erklären und ihnen grundsätzlich Lebens- und Liebesrecht abzusprechen – solange bis sie selbst dran sind damit, dass sich dieses faschistoide Lebensgefühl gegen sie richtet.
Mich erinnert das nur an den Satz von Einstein ?Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.?

Kommentieren ist momentan nicht möglich.